Bad Wildungen mit Personalproblemen gegen Ahnatal

Handball-Bezirksoberliga Männer: Külte braucht Sieg, Korbach eine gute Abwehr

Kein Durchkommen für den Korbacher Raphael Harbecke gegen die Wildunger Florian Heß und Christian Hartung. Die wollen morgen gegen Ahnatal siegen, der TSV muss sich bei der HSG Baunatal beweisen.
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Kein Durchkommen für den Korbacher Raphael Harbecke gegen die Wildunger Florian Heß und Christian Hartung. Die wollen morgen gegen Ahnatal siegen, der TSV muss sich bei der HSG Baunatal beweisen.

Korbach – Wie lange darf noch gespielt werden? Mit dieser Frage und dem Blick auf die sich zuspitzende vierte Corona-Welle rüsten sich die heimischen Handballer für das Liga-Wochenende

Wobei diesmal nur die Bezirksoberliga der Männer spielt und die Landesligisten nicht im Einsatz sind. Und vor dem Kellerduell des TV Külte gegen die HSG Zwehren gilt: verlieren verboten.

Zwei Punkte hat auch die HSG Bad Wildungen gegen die HSG Ahnatal im Sinn. Der TSV Korbach muss auswärts ran und steht bei der HSG Baunatal II vor einer hohen Hürde.

Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim – Ahnatal/Calden (Sa., 18 Uhr). Die zweitstärkste Defensive hätte Abwehr-Fan Harald Meißner auch gern. Die gehört aber dem morgigen Gegner; die Wildunger haben stattdessen die zweitstärkste Offensive. Und die bekommt es, wo der Trainer, mit einem körperlich robuste Gegner zu tun, „der bisher halb so viele Pluspunkte wie die Wildunger (6:2) hat. „Ahnatal/Calden hat eine angriffslustige Mannschaft, die sowohl erfahrene als auch junge Spieler dabei hat, das ist eine knackige Mischung“, sagt Meißner, der eine defensiv kompromisslose Gästetruppe erwartet, „die auf einfache Tore gehen wird“.

Wie genau er sich dem entgegenstellt, bereitet Meißner noch Kopfzerbrechen. In Tobias Böttner, Daniel Mentel, Kapitän Martin Lamprecht, Jan Appel, Leon Thomas und Marcel Kleinert fehlen sechs Spieler. „Viele Mannschaften suchen noch ihren Rhythmus“, ergänzt der HSG-Coach, dessen Team wie alle anderen auch wieder eine einwöchige Ligapause hinter sich hat. Beim 29:24 in Korbach lag die Zahl der Gegentore erstmals nahe des Bereichs, den Meißner sich wünscht. Und auch die morgige Partie soll in der Defensive entschieden werden.

Trotz der kniffligen Personallage ist Meißner zuversichtlich und gibt eine klare Antwort auf die Frage, wer gewinnen wird: „Wir.“

Külte – Zwehren/Kassel (Sa., 19.15 Uhr). Vorletzter gegen Letzter heißt es in der Nordwaldeckhalle: Beide Teams haben keines der ersten vier Spiele gewonnen, immerhin holten die Külter aber zuletzt ein Unentschieden – 27:27 bei Ahnatal/Calden. Für Sigurd Wachenfeld aber immer noch eine „gefühlte Niederlage“. Der TVK-Trainer betont das Potenzial, das er in seiner jungen Mannschaft sieht und lobt die defensiv herausragende erste Halbzeit in Calden, auf die morgen aufgebaut werden soll.

Am Ende gewinnt aber das Team, das mehr Tore wirft. „Wir wollen Zwehren/Kassel offensiv unter Druck setzen“, so Wachenfelds erhofftes Erfolgsrezept. Er strahlt Zuversicht in Sachen erster Sieg aus, trotzdem werden man keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen. „Die Ergebnisse von Zwehren/Kassel waren eher knapp. Es besteht die Möglichkeit, dass wir in der Abstiegsrunde erneut auf sie treffen. Da wollen wir die Punkte mitnehmen“, so Wachenfeld, der am Ende des Wochenendes nicht mir roter Laterne dastehen will.

Baunatal II – Korbach. Zwei Wochen Zeit hatte der TSV, um die zweite Heimniederlage, 24:29 im Derby gegen die HSG Bad Wildungen, zu verarbeiten. „Wir haben über das Spiel gesprochen, die Fehler analysiert und auch im Training daran gearbeitet“, sagt Robert Müller. Vor allem die Chancenverwertung sei wieder ein wichtiger Inhalt im Training gewesen.

Vielmehr möchte der Korbacher Trainer aber die positiven Dinge aus dem Wildungen-Spiel herausstellen: „Die ersten 25 Minuten haben gezeigt, wozu die Mannschaft in der Lage ist. Wir müssen jetzt sehen, diese Phasen länger auf die Platte zu bekommen.“

Mit der HSG Baunatal folgt ein weiteres Spiel gegen ein Team, das um den Einzug in die Meisterrunde kämpfen wird. „Ein knallharter Gegner“, ahnt Müller, der die Favoritenrolle ganz klar bei den VW-Städtern verortet. Respekt hat der TSV-Coach vor allem vor dem Rückraum mit Markus Seifert und Marian Seibert. „Das hat Landesliganiveau“, urteilt Müller über den besten Angriff der Liga.

Aber: Gleichzeitig stellt die HSG die schlechteste Defensive – siehe unter anderem das 39:41 in Bad Wildungen. So hofft Müller, dem Luk Schäfer fehlen wird, auf eine „stabile Abwehr mit einer konstant guten Torhüterleistung“. (Lukas Goos/Thorsten Spohr)

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