Handball-Bezirksoberliga: Wie TSV und HSG die jüngsten Pleiten verarbeiten wollen

Korbach und Wildungen: Trainer erwarten eine Reaktion

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Zwei Spiele gesperrt: Till Westmeier (gegen Caldens Kai Sommerlade und Nils Brücker) fehlt bei Korbach. 

Korbach – Wie geht der TSV Korbach mit seiner ersten Saisonniederlage um? Und berappelt sich die HSG Bad Wildungen? Bei beiden heimischen Handball-Bezirksoberligisten sind die Trainer gespannt auf die Reaktion ihres Teams nach ernüchternden Spielen.

TSV Korbach - HSC Zierenberg (Hinspiel 23:22). „Die Mannschaft war sehr von sich enttäuscht“, sagt Harald Meißner nach dem 25:28 gegen die SVH Kassel. „Damit hat keiner gerechnet“, unterstreicht Korbachs Trainer, der die Ursachen auf die unrunde Vorbereitung schiebt. Die Folge: viele Fehlpässe, schwache Abschlüsse und Ratlosigkeit auf eine offensive Kasseler Deckung.

Von der Kritik nimmt sich Meißner selber dabei nicht aus. „Ich hätte früher eine Auszeit nehmen müssen“, sagt der Zwehrener. „Aber auch ich habe mich von der Hinrunde blenden lassen und gedacht, dass wir uns selber aus dem Schlamassel ziehen.“ Das gelang erstmals nicht. Vielleicht war es ein Warnschuss zur rechten Zeit. Das Training in dieser Woche sei deutlich besser verlaufen, die Spieler hätten konzentriert gearbeitet.

Dennoch plagen Meißner Sorgen, denn personell ist die Situation angespannt. Ali Altay und Lukas Westmeier (krank) konnten kaum trainieren. Daniel Figge (beruflich) fehlt, Abd Alkadr Altaweel hat weiter große Beschwerden im unteren Rückenbereich. Da Till Westmeier (Meißner: „Er ist über sich selber schockiert“) nach seiner Schiedsrichterbeleidigung zwei Spiele gesperrt wurde, gehen dem TSV nicht nur die Spielmacher, sondern auch die Außenspieler aus. 

Sebastian Wrzosek ist aber eventuell einsatzfähig. Gegen Kassel konnte er wegen einer Erkältung kaum eingesetzt werden, was für Unverständnis bei den Fans sorgte. „Schon nach 14 Minuten war er platt. Das hat nur leider niemand mitbekommen“, kontert Meißner die Kritik und hofft, dass sein Team eine Reaktion zeigt.

Bad Wildungen/ Friedrichstein/Bergheim - HSG Lohfelden/Vollmarshausen (26:28). Eine machbare Aufgabe sieht Trainer Markus Appel für die Gastgeber gegen den Aufsteiger, der als Drittletzter zwei Plätze vor den Badestädtern steht. Allerdings ist da dieser bleibende Eindruck vom jüngsten 20:32 in Zierenberg. „Wenn wir uns so präsentieren wie in Zierenberg, gibt es für uns nichts mehr zu holen“, so Appel.

Sein Team solle sich auf die Stärken besinnen, die er in den letzten Spielen der Vorrunde noch gesehen habe: kämpferisch bis zu letzten Minute, geschlossen arbeitend und schnell hinten raus spielend. Appel: „Ich bin gespannt auf Sonntag und erwarte einen Kampf um die ersten Punkte.“ (tsp/schä)

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