TSV stürzt Bezirksoberliga-Primus TG Wehlheiden

33:24 - Korbachs Handballer dominieren das Spitzenspiel 

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Ab durch die Lücke: Simon Riedesel (TSV Korbach) findet den weg durch die Wehlheidener Wand mit Benjamin Bachmann (47), Christopher Barth (88) und Sebastian Kühn (4).

Korbach. Die fünf Schlussminuten waren die Kür. Da klappte bei den Handballern des TSV Korbach fast alles - zur Freude der rund 500 Zuschauer in der Kreissporthalle, die den 33:24 (15:12)-Sieg über die TG Wehlheiden feierten.

Die zuvor favorisierten Spieler der Gäste, entthront als Spitzenreiter der Bezirksoberliga, können sich vermutlich gar nicht mehr daran erinnern, wann sie das letzte Mal solch furchtbare 300 Sekunden erleiden mussten. Den Schlusspunkt eines guten Spitzenspiels zweier zuvor noch verlustpunktfreien Mannschaften  setzte Marco Rummel mit seinem Treffer zum Endstand.

In dieser Partie war schon vor dem Angriff Feuer im Spiel, das vor allen den Korbacher Spielern noch einem einen Motivatonsschub verliehen hat. Der Einlauf wurde zelebriert wie in der Bundesliga. Der Halle wurde dunkel und dann rief Hallensprecher Thorsten Spohr jeden Spieler einzeln auf. 

Westmeier bei Halbzeit verletzt raus

Jeder der Akteure kam mit einem Kind an der Hand in die Halle gelaufen und dabei schoss eine Feuerfontaine empor. „Das hat uns alle nochmal zusätzlich gepuscht“, gab Sebastian Wrzosek zu. Er zog mit Simon Riedesel im Rückraum nicht nur die Fäden für ein schnelles und laufstarkes Offensivspiel, sondern diese beiden waren auch immer wieder mit ihren Würfen erfolgreich. 

Der dritte im Bunde der Ballverteiler war in der ersten Halbzeit Till Westmeier, der zur Halbzeit mit einer Armverletzung in der Kabine bleiben musste. Ein herber Schlag dachte man zunächst, aber Kevin Scholz und auch Ron Alscher füllten diese Lücken auf ihre Art.

Beweglichkeit dominiert über Kraft

In diesem Spiel hat die Beweglichkeit die Kraft besiegt. Wenn Wehlheiden sich in der der Defensive aufbaute, sah das aus wie eine Schrankwand. Muskulös, mächtig und groß, aber die Korbacher schlüpften mit ihrer Schnelligkeit nicht nur in den Beinen und Armen, sondern auch im Kopf, immer wieder durch dieses körperlicher Bollwerk. 

Auf der anderen Seite das gleiche Bild, Wehlheider Kraft, die nicht ins Rollen kam, sondern zur Statik erstarrte, weil die flinken Korbacher Hände und Beine sie dazu zwangen. Natürlich hatten auch die Gastgeber ihre kritischen Momente in dieser Begegnung. Die Mannschaft von Trainer Harald Meißner weiß, dass sie in das Fünf-bis-Zehn-Minuten-Loch fallen kann. 

Tempogegenstöße sitzen

Diesmal übersprang sie dieses Tief. Entweder durch Tore in strategisch wichtigen Momenten oder durch die Verhinderung von Toren durch die guten Keeper Ivan Blagus und Felix Bock. 

Vor allem Blagus leitete in der zweiten Halbzeit mit genauen Würfen auf Alkader Abd Altaweel immer wieder Tempogegenstöße ein, die der schnelle Linksaußen verwertete. Er war gemeinsam mit Riedesel (beide acht) der erfolgreichste Werfer beim TSV. Bei den Gästen brachten  es Simon Gunkel und Nicolas Bachmann jeweils auf sechs Treffer.

Die besten Fotos zum Handball-Topspiel Korbach gegen Wehlheiden

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