Handball-Bezirksoberligist serviert seinen Anhänger gegen Waldau schwere Kost

TSV Korbach: Schlecht gespielt, hoch gewonnen

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Macht sich Platz: Sebastian Wrzosek, Korbachs erfolgreichster Werfer, lässt sich von den Waldauern Jacques Thiel (links) und Jan Cammannn nicht weiter stören.

Korbach. Leichter Gegner, schweres Spiel: Die Handballer des TSV Korbach haben sich beim 30:19 (11:10)-Erfolg über den TuSpo Waldau nicht mit Ruhm überhäuft. Der Konkurrenz an der Spitze der Bezirksoberliga ging es aber schlechter. 

Tabellenführer VfB Bettenhausen gab im Heimspiel gegen die HSG Fuldatal/Wolfsanger II (26:29) überraschend seine ersten beiden Punkte in dieser Saison ab. Das vermieden die Korbacher, obwohl Trainer Harald Meißner die Partie gegen den abstiegsbedrohten Gegner „das schlechteste Heimspiel dieser Saison" nannte. „Aber: Das sind so Spiele, wenn du da Punkte abgibt, dann ärgerst du dich. Wir haben immerhin diese beiden Punkte.“

In Gefahr geriet Korbach zwar nicht, dafür war Waldau zu schwach. Aber die erste Halbzeit war schon ganz schwere Kost für die 200 Zuschauer. Dem TSV fehlte komplett die nötige Einstellung. Im Angriff produzierte Korbach einen Fehler an den anderen, es fehlten Bewegung, Konsequenz und Konzentration, vor allem im Abschluss. „Das ist eben so: Da kommt das Schlusslicht und alle denken, das läuft von alleine“, kritisierte Meißner. So lag Waldau bis zur 11. Minute sogar mit 4:2 vorne. Dann ging der TSV zwar in Führung, konnte sich aber in den ersten 30 Minuten nicht absetzen.

Beim knappen 11:10 zur Halbzeit senkten sich bei den Korbacher Verantwortlichen auf der Bank ein wenig ratlos die Köpfe. Dagegen war man beim Gast vollauf zufrieden. „Für unsere Verhältnisse haben wir das Beste draus gemacht“, sagte Waldaus Betreuer Jürgen Schnell. Sein Team musste stark ersatzgeschwächt antreten und hatte mit Jürgen Gessner, Constantin Ionescu und Norbert Humburg drei Akteure jenseits der 50 Jahre im Kader stehen.

Im zweiten Abschnitt steigerte sich der TSV in der Abwehr und versuchte nun, im Tempospiel die Ballgewinne in einfache Tore umzusetzen. Dies gelang, bis zur 41. Minute wuchs der Vorsprung auf 19:12, nach 47 Minute führte der TSV mit 21:14. Im Positionsangriff allerdings blieben die Kreisstädter trotz des letztlichen 30:19-Kantersieges weiter vieles schuldig.

„Das hat die Mannschaft aber auch selber erkannt“, sagte Meißner, der am Ende die Leistung von Daniel Figge hervorhob, der im zweiten Abschnitt auf Rechtsaußen vier Tore erzielte und eine 100-prozentige Wurfquote aufwies. „Für ihn freut es mich“, lobte der TSV-Trainer, der aber auch weiß: „In Bad Wildungen nächste Woche wird es nicht einfacher. Da müssen wir mit einer anderen Einstellung auflaufen.“ (tsp)

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