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Handball-Derby: HSG Bad Wildungen schlägt TV Külte knapp

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Handballer bei Sprungwurf, rechts der gegnerische Torhüter
Der Mann des Spiels: Jan Appel, zehnfacher Torschütze der HSG Bad Wildungen, hat in dieser Szene Hendrik Fingerhut (TV Külte) hinter sich gelassen und nimmt Maß gegen Torhüter Michael Kranz. © kaliske123

Der Außenseiter machte es spannend, die Punkte holte der Favorit. Zum Knackpunkt wurde ausgerechnet ein Überzahlspiel der Gäste.

Bergheim - Mit 35:33 (16:16) gewannen die Handballer der HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim Bezirksoberliga-Derby gegen den TV Külte. Die Südwaldecker gehen damit als Tabellenzweiter ins kommende Topspiel gegen die HSG Lohfelden/Vollmarshausen, Primus der Gruppe 1. Der TVK fiel in der Tabelle um einen Platz auf Rang sieben zurück.

Beide Trainer sahen die entscheidende Phase der offenen Begegnung um die 50. Minute herum. Die HSG erzielte trotz Unterzahl mit einem herausragenden Jan Appel drei Tore und setzte sich uneinholbar ab. Das Ergebnis ging am Ende in Ordnung.

Meißner: Gute Phasen, wenn Laufspiel stimmte

Harald Meißner zeigte sich glücklich über den gelungenen Auftakt, aber nicht vollends zufrieden. „Im Moment fehlt es uns einfach an Konstanz über die vollen 60 Minuten. Wir hatten immer dann gute Phasen, wenn das Laufspiel gestimmt hat. Am Ende haben wir dann von den Toren gezehrt, die wir in genau diesen entscheidenden Phasen erzielt haben“, sagte der Wildunger Trainer.

Für den unterlegenen Gegner fand Meißner gute Worte. „Külte hat das Tempo extrem hoch gehalten und wir hatten Probleme im Umschaltspiel, da waren wir nicht schnell genug.“ Sein Kollege Sigurd Wachenfeld lobte die Seinen ebenfalls. „Nicht nur ich, auch die Spieler und die Zuschauer haben eine deutliche Entwicklung meiner Mannschaft gesehen.“

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Verglichen mit dem Hinspiel (25:38) sei dies ein „rundum erfreulicher Abend“ gewesen, betonte der TVK-Coach. Die Gäste waren besser in die Partie gestartet und lagen in den ersten zehn Minuten konstant mit einem oder zwei Toren vorn. Die Kräfteverhältnisse auf dem Parkett änderten sich zwar allmählich und die HSG führte nun regelmäßig, Külte ließ den Abstand aber nie größer als ein Tor werden.

Wachenfeld: Die einfachen Tore gemacht

„Die 5:1-Abwehr mit Adrian Kann hat sehr gut funktioniert, die sogenannten einfachen Tore, die aber häufig gar nicht so einfach sind, haben wir gemacht. Deswegen konnten wir auch so lange dranbleiben“, stellte Wachenfeld fest.

Als dann Hendrik Fingerhut, Tim Brauer, Jan Appel, Jan Krathge und Martin Lambrecht nach 25 Minuten hintereinander trafen und die Hausherren auf 15:12 wegzogen, sah es das erste Mal danach aus, als kippe die Begegnung in Richtung des Besserplatzierten.

Doch die Külter wehrten sich. Fabian Stein, Bernhard Schwiddessen und Johannes Wachs glichen zum 15:15 aus, ehe das Schiedsrichtergespann nach einem weiteren Tor für jedes Team zur Pause pfiff.

Jan Appel trifft die Gäste ins Mark

Die Gäste sollten zwar nach der Pause nicht einmal mehr in Führung gehen, hielten den Abstand aber lange bei höchstens zwei Toren. Erst mit dem 26:23 durch Krathge (45.) legte die HSG wieder eine Drei-Treffer-Distanz zwischen sich und den Gegner. Sven Ammenhäuser brachte den TV wieder heran (28:27/49.), und als dann Florian Heß eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte, schien Külte das Spiel in Überzahl sogar drehen zu können.

Doch Pustekuchen. „Anstatt auszugleichen oder in Führung zu gehen, haben wir drei Tore gefangen“, konstatierte Sigurd Wachenfeld ernüchtert. Appel traf dreimal mitten ins Külter Herz und stellte in der 53. Minute auf 31:27. So kurz vor Schluss hole man das dann nicht mehr ein, resümierte Kültes Trainer.

Starke Leistung von Keeper Goethe

Appels „Hattrick“ war für ihn Knack- und Kritikpunkt zugleich. „Zwar hat die Abwehr aus taktischer Sicht sehr gut funktioniert, allerdings hat es an Aggressivität und Konsequenz in den 1:1-Situationen gefehlt“, sagte er.

Zwar holt der Gast abermals auf, aber die Gastgeber hatten den längeren Atem und sicherten sich auch dank einer starken Torhüterleistung von Lukas Goethe beide Punkte. Wachenfeld schöpfte aus der Partie dennoch Zuversicht: „Auf diese Leistung können wir aufbauen und mehr als zufrieden sein.“

Tore HSG Bad Wildungen: Lambrecht 3, Kleinert 1, Riedesel 3, Hartung 5, Mentel 2, Brauer 6, Appel 10, Krathge 4, Heß 1. Tore Külte: Ammenhäuser 9, Kann 3, Schwiddessen 8, Wachenfeld 2, Fritsch 4, Fingerhut 2, Fabian Stein 1, Wachs 2, Stefan Stein 2. (Lukas Goos)

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