Konzept des Verbandes

Handball: So soll nächste Saison in Ober- und Landesligen gespielt werden

HSG Twistetals Torben Bender im Spiel gegen die MSG Körle/Guxhagen.
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Nur Fliegen ist schöner als Handball: Die Männer und Frauen der HSG Twistetal hoffen. dass sie bald wieder Landesligaluft schnuppern dürfen. Das Bild zeigt die Luftfahrt von Torben Bender im Spiel gegen die MSG Körle/Guxhagen.

Die Tage ohne Amateurhandball sind gezählt. Vorausgesetzt, dass die Inzidenzzahl weiter nach unten geht, könnten die Ligaspiele Ende Oktober (30./31.) wieder los gehen.

Twistetal – Der hessische Verband hat Pläne für die Oberliga und die Landesligen vorgestellt. Er hat diese in Telefonkonferenzen den Vereinsvertretern vorgestellt. Da es nur wenig Widerspruch gab, will der Verband sein Vorhaben nun festklopfen und wie geplant starten.

Oberligen
Die Oberliga der Männer und Frauen soll künftig in den zwei Gruppen Nord und Süd spielen. „Die Gruppen sollen nach regionalen Gesichtspunkten eingeteilt werden“, sagen die Klassenleiter Kathrin Goetzki und Manfred Leber unisono.

Der Grund dafür ist nicht nur die Pandemie, sondern das Geld, denn den finanziell ohnehin schon gebeutelten Vereinen sollten allzu weite Fahrten erspart bleiben. Nach Abschluss der Serienspiele in den beiden Gruppen wird es dann jeweils eine Auf- und eine Abstiegsrunde geben.

Playoff-Modus „ein spannendes Modell“

Landesligen
In den jeweiligen Landesligen sieht es genauso aus. Start Ende Oktober, dann Auf- und Abstiegsrunden. Einzige Ausnahme ist die Landesliga Nord der Frauen. Da es in dieser nur zehn Mannschaft gibt, wird eine normale Runde gespielt.

Die Verantwortlichen des Männerteams der HSG Twistetal, einziger heimischer Landesliga-Vertreter, stehen diesen Plänen positiv gegenüber. „Wir sind froh, dass es überhaupt einen Plan gibt, wie der Spielbetrieb wieder in Gang kommen kann“, meint HSG--Trainer Steffen Fingerhut. Der Modus sei eigentlich egal, „endlich wieder Handball spielen, das ist doch das Wichtigste.“

Der HSG-Vorsitzende Thomas Tönepöhl sieht diesen Playoff-Modus als ein spannendes Modell. Die Idee dahinter sei wohl, dass man die Saison beenden könne, auch wenn sie wieder unterbrochen werden müsste. „Zur Not können die letzen beiden den Absteiger und die ersten beiden den Aufsteiger ausspielen.“

Mit Blick auf die Vorsaison, die sehr spät begann, was nach dem Abbruch auch kritisiert wurde, weiß Fingerhut nicht so recht, ob der Startschuss auch diesmal wieder zu spät fallen könnte.

Für Tönepöhl ist hingegen klar, dass der späte Termin dem Impfplan der Bundesregierung geschuldet ist. „Wenn bis Sommerende alle geimpft sein sollten, spielt es sich auch wieder leichter Handball - vielleicht auch wieder mit vielen Zuschauern.“ (fri/rsm)

Gruppenspiele mit Auf-und Abstiegsrunde - Start Ende Oktober

Die Männer-Oberliga wird in zwei Gruppen mit je acht Teams (bis 18. Februar 2022) gespielt. Die jeweils ersten vier gehen in die Aufstiegs-, die letzten vier in die Abstiegsrunde (ab 5. März 2022). In der Landesliga Nord stehen nach dem Rückzug von Wehlheiden und Zierenberg noch 13 Mannschaften. Diese werden ebenfalls in zwei Gruppen eingeteilt. Nach Hin- und Rückrunde wechseln die jeweils oberen drei in die Aufstiegsrunde und restlichen sieben in die Abstiegsrunde. Bei den Frauen wird es ähnlich ablaufen, genaue Regeln werden aber noch geplant. Die Punkte gegen jene Teams aus der gleichen Vorrundengruppe werden in die Auf- und Abstiegsrunde mitgenommen, wo auch ein Hin- und Rückspiel ausgetragen wird. fri

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