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Handball: HSG Twistetal zermürbt Eschweger TSV

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Nils Pohlmann, der hier von Philipp Haaß attackiert wird, Im Hintergrund Bojan Manojlovic (41) und Jakob Manegold.
Stark als Anführer und Manndecker: Nils Pohlmann, der hier von Philipp Haaß attackiert wird, Im Hintergrund Bojan Manojlovic (41) und Jakob Manegold. © Werner Spitzkopf

Während der Partie gegen den Eschweger TSV war sich Steffen Fingerhut lange der zwei Punkte nicht sicher. Nach dem 33:25 (15:11)-Sieg lobte der Trainer der HSG Twistetal seine Mannen umso mehr.

Mühlhausen - „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, es war das erwartet schwere Spiel“, sagte Fingerhut nach dem Erfolg im ersten Saisonheimspiel der Handball-Landesliga Nord.

Die Gastgeber waren dem kampfstarken Gegner zu Beginn nervös, aber aufmerksam begegnet. Auch durch Pech mit Pfosten- und Lattenabprallern, die direkt wieder beim Gast landeten, schafften sie es lange nicht, sich mit mehr als einem Tor abzusetzen. Erst kurz vor der Pause bauten sie den Vorsprung erstmals deutlicher aus.

Den benötigten Rückhalt der Torhüter lieferte besonders Manuel Schmidt, der mit 44 Prozent gehaltener Bälle eine starke Quote vorwies. Ein von Fingerhut eher selten verteiltes Extralob erhielt Nils Pohlmann: zum einen als Kapitän, der seine Mannschaft motivierte, vor allem aber auch in seiner Rolle in der Abwehr – Pohlmann meldete Eschweges Rückraum-Werfer Philipp Haaß quasi im Alleingang ab. „Nils hat ein unglaublich gutes Spiel gemacht“, sagte Fingerhut.

Mannschaft belohnt das Vertrauen des Trainers

Die zweite Halbzeit kennzeichnete eine Mischung aus starken Einzelleistungen und einer geschlossene Mannschaftsleistung der HSG. „Wir werden irgendwann das Glück auf unserer Seite haben“, hatte Fingerhut seine Spieler bei Halbzeit in der Kabine gepusht. Er wechselte weniger als gewohnt, ließ die Sieben auf dem Feld gewähren, ohne erneute Auszeit zu nehmen, denn viele Torversuche waren gut herausgespielt, ihnen fehlte das Abschlussglück.

Erstes Siebenmetertor erst im fünften Versuch

Die Mannschaft belohnte das Vertrauen. Sie zermürbte die Eschweger Abwehr zusehends und nutzte ihre Torgelegenheiten immer konsequenter. Luca Meier verteidigten nach vorn hin sehr gut, Andre Krouhs (7 Treffer), Florian Heß (8) und Torben Bender (4) taten sich als beste Werfer hervor. Alle gingen über die gesamte Spielzeit den Extrameter für ihre Teamkollegen.

„Mit diesem Kader sind wir extrem gut aufgestellt“, sagte Fingerhut. Zu bemängeln hatte es das Verhalten in der Rückzugsphase nach der eigenen zweiten Welle. „Hier müssen wir schneller sein und früher hinten drin stehen um wieder zu verteidigen.“ Ungewöhnlich war außerdem, dass erst Michael Köhne als vierter Werfer im fünften Versuch einen Siebenmeter verwandeln konnte. (Heike Saure)

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