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Stolz, Anspannung und Wehmut: A-Juniorinnen der HSG Twistetal wollen Hessenmeister werden

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In die Zange genommen: Die Twistetalerin Emilie Pok (Mitte) wird von Melina Greene (links) und Johanna Striening (Bensheim/Auerbach) attackiert.
In die Zange genommen: Die Twistetalerin Emilie Pok (Mitte) wird von Melina Greene (links) und Johanna Striening (Bensheim/Auerbach) attackiert. © Werner Spitzkopf

„Zwischen Stolz, Anspannung und Wehmut“, beschreibt Trainer Jochen Isenberg die Stimmung bei den Twistetaler A-Jugend-Handballerinnen vor dem Endspiel um die Hessenmeisterschaft.

Stolz sind die heimischen Spielerinnen darüber, dass sie am Samstag (17 Uhr, Sporthalle der Wilhelm-Leuschner-Schule) in Mainz-Kostheim gegen die HSG Hungen/Lich. das Finale bestreiten dürfen und dementsprechend auch angespannt. Weil nach der Partie acht Spielerinnen altersbedingt in den Seniorenbereich wechseln, wird es für die Twistetaler und Korbacher Handballerinnen die letzte Partie in der erfolgreichen Besetzung sein.

„Die Chancen stehen 50:50. Ich denke, dass die Mannschaft gewinnen wird, die ihre Nerven besser im Griff und die bessere Tagesform hat“, sagt Isenberg, wobei die beiden Twistetaler Torfrauen Friederike Göbel und Johanna Gleumes wegen Rückenproblemen angeschlagen sind. „Sie werden aber beide spielen“, sagt der Coach.

HSG Twistetal: Lob vom Gegner

Er kann gegenüber der 24:31 (15:17)-Niederlage am 26. März in der Hauptrunde in Hungen aber auf die damals fehlenden Rückraumspielerinnen und Abwehrspezialistinnen Samira Berger und Anna-Lena Reese zurückgreifen. „Wir konnten zwar in der ersten Hälfte noch mithalten, hatten aber dann dem schnellen und variationsreichen Spiel nichts mehr entgegenzusetzen. Es ging für uns aber um nichts mehr, weil wir als Erster schon für das Halbfinale qualifiziert waren“, so Isenberg.

„Wir haben uns im Training mit der vergangenen Begegnung in Hungen auseinandergesetzt und vorrangig an unserer Abwehr gearbeitet. Schwerpunkt war der Übergang auf zwei Kreisläuferinnen, den die Mittelhessinnen überragend spielen“, sagt Isenberg, der damit rechnet, dass Kim Hering wieder in kurze Deckung genommen wird.

„Twistetal dürfte wegen der Niederlage noch einen Tick motivierter sein. Sie verfügen mit Kim Hering über die beste Halblinke in der Oberliga“, sagt Tim Straßheim. Auch der Hungener Trainer geht von einer ausgeglichenen Partie aus, „bei der die Nerven und der größere Wille entscheidend sein werden.“ Mit 42:39 nach Siebenmeterwerfen hatten sich die Mittelhessinnen in Kostheim gegen den TV Kastel durchgesetzt. Das Halbfinale hatte das Team erst nach zwei Entscheidungsspielen gegen den punktgleichen TV Idstein, der die bessere Tordifferenz aufwies, die aber nicht gewertet wurde, erreicht. (Jürgen Heide)

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