Handball-Landesliga: Frauen der HSG Twistetal verlieren gegen Hersfeld 19:28

Twistetalerinnen bleiben zwölf Minuten ohne Tor

Bis hierher und nicht weiter: Hanna Brida (Mitte) war mit fünf Toren erfolgreichste Werferin der HSG Twistetal , aber auch sie konnte die Niederlage gegen Hersfeld nicht verhindern. Hier wird sie von Lisa Hedrich und Luisa Teichmann (re.) gestoppt. Foto: Spitzkopf

Mühlhausen – Diese zwölf Minuten werden die Frauen der HSG Twistetal vermutlich nicht so schnell vergessen. Sie hatten das Landesligaspiel gegen den TV Hersfeld eigentlich nicht schlecht begonnen und lagen bis zur 18. Minute 8:9 hinten.

Nun folgte eine Schwächephase sondergleichen, denn bis zur Pause gelang ihnen kein Treffer mehr und es stand 8:15. Schon eine Vorentscheidung.

Die Gastgeberinnen luden die Hersfelderinnen in dieser Phase immer wieder durch leichtfertiges Spiel und viele technische Fehler geradezu zum Torewerfen ein.

„ Wir konnten heute die Ausfälle von Janina Winkler und Judith Happe nicht kompensieren“, erklärte Twistetals Co-Trainer Oliver Grötecke nach dem 19:28 gegen den Tabellennachbarn. Diese Niederlage sei teilweise auch dem Alter geschuldet, betonte der Coach. „Wir haben eine junge Mannschaft, und da könnten schon kleine Faktoren, eine Partie verändern.“

Der TV Hersfeld hatte mit den höherklassig erfahrenen Spielerinnen Lisa-Marie Berz und Luisa Teichmann zwei spielbestimmende Akteurinnen in ihren Reihen, die Torgefahr ausstrahlten und ihre Mitspielerinnen gut in Szene setzen konnten. 

In der zweiten Halbzeit verlief die Partie bis zur 40. Minute genau so weiter wie vor dem Wechsel und Hersfeld setzte sich auf 22:11 ab. Es drohte ein Debakel, aber nachdem der Coach die Deckung auf eine 4:2-Variante umgestellt hatte, spielte Twistetal wieder besser mit. 

Der Mannschaft gelang es aber erst in den letzten sechs Minuten mit mehr Tempo und Zug zum Tor so zu spielen, wie es im gesamten Spiel nötig gewesen wäre, um die Punkte zu holen. Sein Team habe vergangene Woche in Wesertal 50 Minuten lang eine starke Leistung abgerufen, heute vielleicht nur 10 bis 15 Minuten, sagte Grötecke.

„Wir müssen uns als Mannschaft mehr wehren, wenn es gilt, dies hat heute bei vielen Spielerinnen gefehlt“, sagt der zweite HSG-Trainer Henning Scheele. Zu oft laste die Verantwortung auf einzelnen Spielerinnen. Und 28 Gegentore seien zu viele, das Team müsse in der Deckung wieder deutlich mehr investieren. „Ein guter Abwehrblock ist der Schlüssel für die kommenden Aufgaben.“ (kad)

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