28:36-Heimniederlage des Landesligisten gegen Großenlüder/Hainzell

Twistetals Handballer fordern den Favoriten, stoppen ihn aber nicht

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Kaum Armfreiheit: Johannes Happe, Twistetals sechsfacher Torschütze,zwischen Dominik Malolepsz und Lukas Dimmerling von der HSG Großenlüder/Hainzell; links Janik Bitter. 

Mühlhausen. Den Favoriten gefordert, aber nicht gestoppt: Die Handballer der HSG Twistetal haben gegen den Landesliga-Dritten HSG Großenlüder/Hainzell mit 28:36 (13:15) die zweite Heimniederlage der Saison quittiert und bleiben Vorletzter der Tabelle.

Von Frank Schmidt

Entscheidend ins Hintertreffen gerieten die Hausherren Mitte der zweiten Halbzeit. Sie hatten den besseren Start in die Begegnung hingelegt. Johannes Happe brachte sie in der 9. Spielminute sogar mit 5:3 in Führung. 

Defensiv bot Twistetal eine gute Leistung. „Wir haben eine super erste Halbzeit gespielt. Mit mehr Konsequenz im Abschluss müssen wir zur Pause führen“, fand Trainer Dirk Wetekam.

Zu viel Platz für Lukas Dimmerling

Die Gäste kamen mit der 5-1-Abwehr der Twistetaler jedoch immer besser klar. Sie fanden die nötigen Lösungen und lagen zur Pause, angetrieben durch Lukas Dimmerling, in Front. Großenlüders achtfachem Torschützen habe seine Mannschaft „teilweise zu viel Raum gelassen“, merkte Wetekam hinterher kritisch an.

Bis in die zweite Halbzeit begrenzten die Twistetaler den Abstand. Als Jannik Bitter auf 23:25 verkürzte (43.), schien ein Punktgewinn im Bereich des Möglichen zu liegen. 

Sechs entscheidende Minuten

Doch in den sechs folgenden Minuten setzten sich die Gäste vorentscheidend auf 30:25 ab, weil sie sich in der von Simon Münker organisierten Deckung steigerten und offensiv ihre Chancen konsequent nutzten.

In der Schlussphase versuchte Twistetals Coach Wetekam verschiedene offensive Abwehrvarianten, um Ballgewinne zu erreichen. Die individuelle Klasse des Gegners durchkreuzte jedoch dieses Unterfangen meist, und so stand am Ende ein verdienter Sieg von Großenlüder.

Wetekam: Nicht mehr genug in die Tiefe

„Ich habe einen heißen Tanz erwartet“, meinte Gäste-Coach Joachim Bug. Für ihn zeigte das Spiel, dass sich sein Team nicht nur über die Leistung der Dimmerlings definiere: „Michael Blinzler und Dominic Malolepszy haben in der zweiten Hälfte mehr Verantwortung übernommen, wir haben besser gegen den Rückraum verschoben und hatten auch eine gute Torwartleistung.“

Dirk Wetekam sagte, er sei trotz der Niederlage nicht unzufrieden, verweis allerdings auf zwei entscheidende Unterschiede zum Sieger: „Im zweiten Abschnitt sind wir nicht mehr genug in die Tiefe gegangen. Zudem hat uns in diesem Zeitraum eine gute Torwartleistung gefehlt.“

Tore für die HSG Twistetal:Happe 6/3, Krouhs 6, Isenberg 5, Strum 5, Bitter 2, Pohlmann 2, Bender 2.

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