Handball: Landesliga-Männer unter Druck

„Abwehr muss stehen“: HSG Twistetal will gegen Hofgeismar Reaktion zeigen

Keinen Ball verloren geben will die HSG Twistetal morgen gegen Hofgeismar; so wie hier Glenn Fait (rechts) im Zweikampf mit dem Baunataler Tobias Oschmann.
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Keinen Ball verloren geben will die HSG Twistetal morgen gegen Hofgeismar; so wie hier Glenn Fait (rechts) im Zweikampf mit dem Baunataler Tobias Oschmann.

Allein die Tabelle zeigt die besondere Brisanz: Die Männer der HSG Twistetal sind am 4. Spieltag der Handball-Landesliga Nord 1 in ihrem zweiten Heimspiel unter Zugzwang.

Der Rangfünfte bekommt es an diesem Samstag (19.15 Uhr, Mehrzweckhalle Mühlhausen) mit der SHG Hofgeismar/Grebenstein zu tun, die Letzter ist. Die Gastgeber wollen mit einem Sieg für ein ausgeglichenes Punktekonto sorgen, um wieder den Blick auf Platz drei in der Tabelle werfen zu können. Gleichzeitig können und wollen sie den Abstand zu den Gästen erhöhen.

Um ihren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, muss die HSG diese Partie gewinnen. Das dies kein leichtes Unterfangen wird, lässt sich speziell aus dem Quervergleich beider Teams aus den Partien gegen den VfB Bettenhausen ablesen.

Twistetal: Trainer Fingerhut sieht Abwehr gefordert

Die junge Truppe von HSG-Coach Hazim Prezic verbuchte beim Auftaktmatch bei der 28:32-Niederlage in Bettenhausen einen Achtungserfolg. Es folgten zwei weitere Niederlagen, unter anderem ein deftiges 23:42 gegen Fuldatal/Wolfsanger.

Etwas knapper hatte vorigen Samstag Twistetal in Bettenhausen verloren (28:30). „Dieses gute Spiel der HSG in Bettenhausen sollte allen eine Warnung sein, diesen Gegner nicht zu unterschätzen.“ mahnt HSG-Coach Steffen Fingerhut. Seine Erkenntnisse über die Hofgeismarer: „Sie agieren aus einer kompakten Abwehr heraus, um ins Tempospiel zu kommen. Im Positionsangriff tragen sie verschiedene Auslösehandlungen vor, um nach Kreuzungen in die Tiefe zu gehen“, so Fingerhut nach der Videoanalyse des Gastes.

Der Trainer hatte unter der Woche die Schmach der Niederlage in Bettenhausen aufzuarbeiten, bei dem ihm nahezu gar nichts gefiel an der Leistung seines Teams. So war eine harte Trainingseinheit für Mittwoch angekündigt.

„Die Abwehr muss stehen“, fordert Fingerhut. Dabei wird der HSG-Coach erwarten, dass dies seine Spieler nicht wörtlich nehmen. Gegen die Gäste, die einen schnellen Ball spielen, brauchen die Twistetaler eine sehr bewegliche Defensive, um selbst Ballgewinne zu generieren und Gegenstöße laufen zu können.

„Die Leidenschaft, der Kampfgeist und die absolute Motivation das Spiel gewinnen zu wollen, muss jedem aus dem Kader anzusehen sein“ so die Erwartungshaltung des HSG-Trainers, der zwar nach jetzigem Stand den kompletten Kader zur Verfügung hat, jedoch vier seiner Spieler, weil noch angeschlagen, wohl nur dosiert einsetzen kann. (fs)

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