Twistetals Handballer zwingen MSG Körle in die Knie

HSG-Trainer Fingerhut lobt "unglaublichen Teamgeist"

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Abgehoben: Torben Bender, Twistetals achtfacher Torschütze, taucht frei vor MSG-Keeper Stephan Wicke auf. Dessen Teamkollegen Nico Imke und Tim Ploch sind gespannte Beobachter.  

Mühlhausen - Was für ein Auftritt: Mit 34:24 (15:13) haben dei Landesliga-Handballer der HSG Twistetal die favorisierte MSG Körle/Guxhagen aus der Mühlhäuser Halle gefegt. Die verbesserte  sich damit auf Tabellenplatz zwölf.

Steffen Fingerhut war nach dem Abpfiff aus dem Häuschen. „Wir hatten heute eine unglaubliche Mannschaftsleistung“, strahlte der Interimstrainer der HSG nach einem bärenstarken Auftritt seines Teams.

Die Begegnung zweier gleichstarker Mannschaften war zunächst von einer Reihe technischer Fehler und Fehlwürfe geprägt. Bis zur 13. Minute besaßen die Gäste leichte Vorteile und führten mit 5:4. 

Torhüter-Paraden und rasche Wende

 Dass die Twistetaler nicht höher zurücklagen, hatten sie auch Torhüter Patrick Fingerhut zu verdanken. „Er hat uns in den ersten 15 Minuten im Spiel gehalten, als wir noch nicht unseren besten Handball gezeigt haben“, sagte Fingerhut.

Ab der 18. Minute führte die HSG ihrerseits (9:7), und diesen Zwei-Tore-Vorsprung brachte sie bis in in die Halbzeitpause. „Es war schön zu sehen, dass wir keinen Bruch im Spiel hatten. Jeder hat für jeden gekämpft. Die Abwehr stand wie ein Bollwerk. Wir haben wieder einfache Tore erzielt“, lobte Fingerhut.

MSG-Coach: Waren zu langsam

Nach Wiederbeginn trumpfte Twistetal noch stärker auf und baute die Führung kontinuierlich auf ziemlich unerwartete zehn Tore aus. Dabei profitierten die Gastgeber freilich auch von der ungewohnt schwachen Abschlussquote der Gäste. 

„Die HSG hat eine überzeugende 6:0-Abwehr mit zwei sehr guten Torhütern gestellt. Wir waren heute zu langsam, nicht selbstbewusst genug, haben zu viele Gegenstöße weg- und freie Bälle verworfen“, analysierte der enttäuschte MSG-Trainer Udo Horn.

Extra-Lob für etliche Spieler

Bei den Siegern herrschte nach dem Erfolg ausgelassene Stimmung. „Alle hatten ihren Anteil am Sieg“, sagte Fingerhut. Er hob gleichwohl einzelne hervor. So habe Glenn Fait ein klasse Spiel im Mittelblock gemacht, hätten Lars Fingerhut und Joshua Sturm das Team sehr gut geführt. Der Trainer bescheinigte außerdem auch seinem zweiten Keeper Tobias Mettenheimer eine „überragende Leistung“ und bescheinigte dem achtfachen Torschützen Torben Bender: „Er macht das Spiel seines Lebens!“

Einen Extra-Dank dichtete Fingerhit an Jakob Gleumes. Er sei extra aus Konstanz angereist, um die Mannschaft zu unterstützen. „Das ist unglaublicher Teamgeist.“ (fs)

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