Warum das HSG-Heimspiel nur ausgeglichen enden konnte

Twistetal holt wichtigen Punkt gegen Rangvierten Baunatal

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Ins Bild gesprungen: Twistetals Torben Bender (Mitte) ist von Baunatals Max-Malte Wagenführ (rechts) nicht aufzuhalten und hat nu noch Gäste-Torhüter Max Henkel vor sich. 

Mühlhausen – Neun Torschützen auf beiden Seiten, 9:9 im Torjägerduell zwischen Jannik Bitter und Christian Vogt, 13:13 zur Halbzeit, Zeitstrafen (4:3) auch fast ausgeglichen – irgendwo konnte das Handball-Landesligaspiel zwischen der HSG Twistetal und der HSG Baunatal nur unentschieden enden.

Tat es auch. 29:29 – das nennt man wohl ein Spiel auf Augenhöhe. Und: Das Ergebnis dokumentiert einmal mehr die Ausgeglichenheit der Landesliga Nord. Denn in der Tabelle trennen beide Teams acht Plätze – also ein wichtiger Punktgewinn für die Twistetal (13.) gegen die Baunataler (4.), zumal auch Eschwege den zweiten Sieg holte.

„Wir hatten mehrfach die Möglichkeit, das Spiel in unsere Richtung zu biegen, haben es aber nicht hinbekommen, mit zwei Toren in Führung zu gehen. Zudem waren wir durch zwei frühe Zeitstrafen gegen Lars Fingerhut gezwungen, die Abwehr umzustellen“, nannte Twistetals Interimstrainer Steffen Fingerhut zwei Gründe, weshalb es nur zu einem Remis reichte.

Gleichwohl herrschte keine Enttäuschung vor bei den Gastgebern: „Wir sind froh, etwas Zählbares mitgenommen zu haben. Jeder Spieler hat sich in das Spiel der Mannschaft eingefügt und so seinen Teil zu diesem Punkt beigetragen. Zudem haben unsere Fans diese Leistung extrem honoriert und uns in der Endphase bedingungslos unterstützt“, bilanzierte Fingerhut.

Zwei Bomben-Torhüter bei Twistetal

Die Gastgeber hatten trotz eines nicht so druckvollen Angriffsspiels, aber gestützt auf eine überragende Torwartleistung von Tobias Mettenheimer mit einer wechselnden 5:1- oder 6:0-Deckung einige Ballgewinne und hatten so den Gegner im Griff. Sie mussten aber kurz vor der Pause den 13:13-Ausgleich durch Vogts Strafwurf hinnehmen.

In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit wechselnden Führungen. Lars Fingerhut erhielt nach einer unberechtigten und damit dritten Zeitstrafe die Rote Karte. Ihn ersetzten im Wechsel Jannik Fingerhut und Glenn Fait im Innenblock und machten ihre Sache gut.

Der im zweiten Abschnitt aufgebotene Patrick Fingerhut im Tor entschärfte ab der 50. Minute reihenweise freie Würfe der Gäste. Die Nerven beruhigte das nur ein wenig. Denn bis zum Schluss war alles drin von null bis zwei Punkten. Erst führte Twistetal durch Bitter 28:27 (59.), dann führte nach einem Tor-Doppelschlag Baunatal mit 29:28 (60.). Abermals übernahm Bitter Verantwortung, nagelte den Ball unter die Latte und erzielte sieben Sekunden vor Abpfiff den gerechten 29:29-Endstand gegen ein starkes Baunataler Team. (fs)

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