Handball: Twistetaler Männer erspielen sich 24:24 gegen Rotenburg

Eine Szene entscheidet das Spiel: HSG-Frauen 24:25 gegen Fritzlar

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Ein Knackpunkt de Spiels: Svenja Isenberg (Twistetal), die hier von Nadine Frank (links) und Lena Höhne unsanft gebremst wird, wurde in der Schlussphase siebenmeterreif gefoult, der Schiedsrichter sah das anders. Fritzlar nutzte den Gegenangriff zum 24:23. 

Korbach. Im neunten Spiel der Rückrunde hat es die Frauen der HSG Twistetal erwischt. Gegen das beste Team der Rückrunde,  den Aufstiegsaspiranten aus Fritzlar mussten sich die HSG-Mädels 24:25 geschlagen geben.

Das Fazit der Landesliga-Männer der HSG Twistetal: Es hat nicht ganz für den geplant Sieg gereicht, trotzdem war Trainer Dirk Wetekam mit der Leistung beim 24:24 (12:14) gegen die TG Rotenburg zufrieden.

Landesliga Frauen

HSG Twistetal - Germania Fritzlar 24:25 (11:13). In den ersten zehn Minuten legten beide Mannschaften ein hohes Tempo vor und versuchten mit schnellem Spiel zu Toren zu kommen. Nach einer Viertelstunde hatte sich Fritzlar besser auf den Gegner eingestellt und Twistetal bekam im Angriff Probleme, da diese schnellen Abschlüsse nicht mehr so gut vorbereitet waren.

Nach 23 Minuten lagen die Gastgeberinnen 7:10 zurück, nach 25 Minuten hieß es 8:12.  Twistetal stellte nun die Deckung um, aus der 3:2:1 Variante wurde abwechselnd Sarah Oschmann oder Johanna Fischer in kurze Deckung genommen. Das gab der HSG-Defensivarbeit mehr Stabilität. Janina Winkler und Nathalie Padtberg verkürzten zur Pause auf 11:13. 

Die Probleme im Positionsangriff wollte Twistetal in der zweiten Halbzeit abstellen und über eine stabile 5:1-Deckung mehr einfache Tore erzielen. Und nach 12:15-Rückstand kämpfte sich die HSG noch einmal verbissen in dieses gutklassige Handballspiel - das 17:17  war der ersten Ausgleich seit der 18. Minute.

Die Partie blieb nun weiter eng umkämpft. Dann wiederholte Twisteal aber die wenigen negativen Minuten der ersten Hälfte. Etwa acht Minuten haperte es im Angriff. Das nutzte Fritzlar und zog bis zur 54. Minute auf 23:20 davon.

Das letzte Aufbäumen brachte den erneuten Ausgleich - 23:23 innerhalb von 90 Sekunden. In der 57. Minute dann eine entscheidende Szene als Svenja Isenberg frei durch ging und am Wurfarm gefoult wurde. Statt Siebenmeter zu geben ließen die Schiedsrichter weiterspielen und Norina Horn erzielt durch einen Tempogegenstoß das 24:23.

Natalie Padtberg glich noch einmal aus. Zwei Minuten vor Ende traf Lena Höhne für Fritzlar zum entscheidenden 25:24. Der HSG gelang es in den letzten zwei Minuten nicht mehr sich entscheidend durchzusetzen und noch zum Ausgleich zu kommen.

Landesliga Männer

HSG Twistetal - TG Rotenburg (24:24 (12:14).  „Es war die erwartet heiße Partie gegen eine abgezockte Mannschaft. Beide Teams hätten gewinnen können. Ich habe vor meiner Mannschaft absolute Hochachtung, weil sie in einer wechselhaften Begegnung immer an sich geglaubt hat. Trotz etlicher Rückschläge hat sie einen starken Auftritt hingelegt“, sagte Twistetals Coach Wetekam.

Er sah bei seiner Mannschaft „eine solide Defensive“. Nach der Umstellung auf die 6:0-Formation sei es besser geworden. Nachdem die Gäste mit einer 14:12-Führung in die Halbzeit gingen, kam eine Twistetaler Mannschaft zurück, die dem Sieg, aber auch der Niederlage ganz nah war. Sie hatte Rotenburg fast in die Knie gezwungen und führten bis zur 47. Minute 19:16. 

Doch dann folgte ein Bruch. Nach vorn ging in den nächsten zehn Minuten nichts mehr und plötzlich lag der Gastgeber 20:23 hinten. Die TG schien nun auf die Siegerstraße eingebogen zu sein. Doch die Gastgeber zeigten wieder einmal Charakter und Willensstärke und glichen binnen zwei Minuten zum 23:23 (58.) aus. Sie hatten einmal mehr aus einem Handballspiel einen Krimi gemacht. Bitter war die schlechte Strafwurfquote: von neun Versuchen nur fünf verwertet.

Eminent wichtig sei gewesen, dass der eigentlich noch fußverletzte Kapitän Steffen Fingerhut, bis zur 58. Minute ohne Spielzeit, den wichtigen Siebenmeter zum 23:23 verwandelt habe, so "Wete". Nachdem Tomislav Balic 49 Sekunden vor Schluss die 24:23-Führung für die Gäste erzielte, war die Stimmung unter den rund 300 Fans kurz gedämpft. 

Die HSG spielt dann den letzten Angriff optimal aus und erzielte durch ihren siebenfachen Torschützen Heinrich Wachs aus dem Rückraum in der letzten Sekunde den 24:24-Ausgleich. (fs/kaw)

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