Personalplanungen für neue Saison bei Handball-Landesligist weit vorangeschritten

HSG Twistetal: Wachs geht, Wetekam bleibt

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Schwer zu stoppen: Nächste Saison setzt Oberligist Gensungen auf Tore von Heinrich Wachs (hier im Spiel gegen Fuldatal). 

Mühlhausen. Das Unternehmen Klassenerhalt in der Landesliga ist trotz wahrscheinlich vier Absteigern und Eschweger Aufwärtstrends auf einem guten Weg für die HSG Twistetal; und die Planungen für die nächste Saison ebenfalls.

Bis auf eine Ausnahme wird das Handballteam aus Mühlhausen und Twiste wohl zusammenbleiben, wie der Club gestern bekannt gab. Jene Ausnahme ist allerdings von Tragweite: Mit Heinrich Wachs verlässt der beste Torschütze der Liga die HSG.

Wachs sucht eine neue Herausforderung beim Oberligisten HSG Gensungen/Felsberg. Deren Manager Harald Stahl würdigt den 20-Jährigen als „einen der auffälligsten Spieler der Landesliga.“ und lobt vor allem die Offensivqualitäten des bisher 114 Tore verbuchenden Rückraumspielers: „Im Eins-gegen-Eins, aber auch beim Abschluss aus dem Rückraum ist er für sein junges Alter schon sehr weit.“

In Gensungen trifft Wachs auf einen weiteren Waldecker Handballer: Der Korbacher Vince Schmidt hat für ein Jahr verlängert (WLZ berichtete).

„Hat sich Chance verdient“

Im Twistetal schaut man auch mit einem weinenden Auge auf den Weggang des Toptorschützen, wie Steffen Fingerhut zugibt. Gleichwohl gönnt man Wachs die neue Herausforderung: „Er hat sich diese Chance durch seine Leistungen in der Landesliga verdient. Wir wünschen ihm nur das Beste auf seinem weiteren sportlichen Weg, so der HSG-Kapitän, der auch Männerwart ist. Er und die anderen im Vorstand sind sich sicher: „Aufgrund der Klasse des restlichen Teams wissen wir, dass wir auch ohne Heinrich in der nächsten Saison eine schlagkräftige Truppe stellen können“

Was Fingerhut und Co. so zuversichtlich macht: Alle anderen Spieler haben zugesagt; trotz teilweise anderer Angebote. „Darauf sind wir stolz. Das zeigt auch, deutlich, dass die Mentalität der Mannschaft einheitlich auf den Spaß am Sport zielt.

Für Dirk Wetekam war das breite „Ja“ der Mannschaft ein Signal: Der Trainer der HSG Twistetal will ebenfalls in der neuen Saison weitermachen; ebenso wie Co-Trainer Ralf Striepen.

„Die HSG ist mein Verein“

„Wir sind überzeugt, weiterhin die richtigen Personen an der Seitenlinie zu haben, da beide auf unterschiedliche Weise die Mannschaft gut erreichen“, sagt Fingerhut.

„Die HSG ist mein Verein, mit dem ich mich voll und ganz identifiziere“, sagt Wetekam. „Wenn ich weitermache, muss ich für mich das Gefühl haben, dass ich die Spieler und die Mannschaft noch weiterentwickeln kann und dass ich die Motivation und Freude dazu verspüre.“ Dies scheint offenbar gegeben – ligaunabhängig hat „Wete“ für 2018/19 zugesagt.

Heinrich Wachs’ Weggang bedauert auch der HSG-Coach, „aber ich gönne ihm diese Chance, weil ich ihn für einen Spieler halte, der es sehr weit bringen kann.“ Die Mannschaft werde ohne Wachs eine andere sein, so Wetekam. „Aber jeder einzelne Spieler hat noch ein großes Potenzial in sich.“ Wachs möchte dieses Potenzial nutzen. „Die sportliche Herausforderung, eine Liga höher zu spielen, hat mich zum Wechsel bewogen; zumal Gensungen in der Oberliga eine gute Rolle spielt und nächste Saison oben angreifen will“, sagte der 20-Jährige aus Külte, der seinem jetzigen Verein „extrem dankbar ist“ für die „tolle Zeit mit der super Truppe“.

Nicht zuletzt deshalb gilt seinem Blick der aktuellen Aufgabe, dem Klassenerhalt mit Twistetal in der Landesliga. „Ich bin überzeugt, dass wir drin bleiben. Bis zum letzten Spiel werde ich mich voll reinhängen.“

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