Handball: Bezirksoberligist glänzt gegen Tabellenzweiten - Remis für Twistetals Frauen

Trainer und Gegner staunen nicht schlecht: Korbach bezwingt Wesertal

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Was sie auch taten: Abd Alkader Altaweel (rechts)  war einfach zu stoppen beim TSV Korbach. Auch hier nicht von den Wesertalern Marius Herbold (links) und Til Schräder.

Korbach. Korbachs Trainer Harald Meißner fehlten die Worte. Seine personell arg dezimierte Mannschaft schickte den Tabellenzweiten der Bezirksoberliga mit einer 29:24-Niederlage auf die Heimreise.

Die Frauen der HSG Twistetal holten dagegenn trotz langer Führung nur einen Punkt, hätten aber genauso gut verlieren können.

Bezirksoberliga Männer

TSV Korbach – HSG Wesertal 29:24 (15:12). „Damit hätte man nie rechnen dürfen“, freute sich Meißner nach einer intensiven Partie, die sein Team völlig zu recht gewann und sich verdientermaßen von fast 300 Fans feiern ließ. 

Wesertal richtete allerdings schon alles auf das folgende Spiel gegen Tabellenführer Bettenhausen aus. Die A-Jugendlichen fehlten, dazu wurde Torjäger Maximilian Simon (Erkältung) geschont. Vor allem sein Fehlen konnte Wesertal nie kompensieren. 

Das lag an einer starken kämpferischen Leistung der Gastgeber, vor allem in der Abwehr. Da Wesertal in der Rückzugsbewegung schwach war, lief der TSV immer wieder Tempogegenstöße und hatte sich nach dem 6:6 (12.) und 10:10 (21.) bis zur Halbzeitpause auf 15:12 abgesetzt. Zudem handelte sich Wesertals Abwehrchef Marius Herbold kurz vor dem Wechsel eine doppelte Zeitstrafe wegen Foulspiels und Meckerns ein – es war insgesamt seine dritte, folglich musste er mit Rot vom Platz.

Die vierminütige Überzahl nach Wiederanpfiff nutzte Korbach zum 19:13 (34.) und befolgte auch anschließend die von Meißner ausgegebene Marschroute konsequent: lange Angriffe und Risiko nur bis zu einem gewissen Grad. Nach 56 Minuten stand es 27:21, und doch musste Korbach noch zittern. Abdo Altaweel und Kevin Scholz handelten sich Zeitstrafen ein, dazu sah die Korbacher Bank eine weitere. Dies signalisierte der Frankenberger Unparteiische aber in der Hektik sehr schlecht – weder die Bank, noch der Zeitnehmertisch hatten seine Entscheidung überhaupt registriert, was zur Folge hatte, dass die Gastgeber beim folgenden Wesertaler Siebenmeter mit einem Spieler zu viel auf dem Feld standen. Dies hatte der Schiedsrichter in der Unterbrechung zwar registriert, korrigierte die Korbacher aber unverständlicher Weise nicht. Erst nachdem der Strafwurf verwandelt wurde, unterbrach er das Spiel wieder und sprach die vierte Zeitstrafe gegen die Platzherren aus.

Korbach hatte plötzlich nur noch zwei Feldspieler, löste dies aber bemerkenswert. „Wir haben in der Phase nur ein Tor bekommen, das war überragend“, sagte Meißner. Spätestens als Lukas Westmeier das 28:23 erzielte, war die Partie entschieden.

Waldau - Bad Wildungen 33:30 (13:12). In Bestbestzung reiste die HSG Bad Wildungen zum Tabellenletzten Tuspo Waldau. Das Team musste sich trotzdem 30:33 geschlagen und ziert nun selbst das Tabellenende. Die Badestädter kamen zunächst gut in die Partie, vor allem die Abwehr arbeitete gut. Bis zum Stand von 10:10 wogte das Spiel hin und her. Danach spielten die Gäste im Angriff stellenweise zu unkonzentriert und sie verwarfen nun öfter einfache Bälle oder scheiterten am Waldauer Torhüter. Dadurch vergaben die Wildunger die Chance, sich vom Gegner abzusetzen. „Das haben wir drei, viermal in Folge nicht geschafft“, erklärte Wildungens Trainer Pascal Böcher. 

So kam Waldau zurück und führte zur Pause 13:12. In der zweiten Hälfte nahezu der gleiche Spielverlauf. Wildungen kämpfte sich nochmal heran und übernahm beim 15:14 (33.) auch wieder die Führungsarbeit. „Aber dieses gute Niveau konnten wir leider nicht halten“, sagte Böcher. Bad Wildungen geriet nun mehr und mehr unter Zugzwang. Da die 5:1-Abwehrformation nicht mehr gut funktionierte, wurde auf 4:2 umgestellt. Jan Appel machte auf halblinks zwar nochmal mächtig Dampf, aber jeden Treffer, den er erzielte, egalisierte Waldau postwendend. „Die Abwehr war einfach zu löchrig. Das hat Waldau bestraft“, sagte der Trainer. Zum Ende der Partie brach seine Mannschaft in der Abwehr ein und auch im Angriff wurde zu kopflos agiert. Zudem kam Disziplinlosigkeit hinzu, denn die Wildunger mussten die letzten Minuten fast permanent in Unterzahl spielen.

Landesliga Frauen

TSV Wollrode – HSG Twistetal 28:28 (16:17).Ganz schön was los in Wollrode, wo die Twistetalerinnen eine schwache Anfgangsphase wettmachten und kurz vor der Pause (17:15) erstmals mit zwei Treffern führten.

Dann machten die Gastgeber aus einem 19:23 mit einem sehr guten Lauf eine 28:26-Führung. Nach 12 torlosen Minuten traf Alicia Scheele zum wichtigen 27:28-Anschlusstreffer und es ging noch mal ein Ruck durch das Team. Wenige Sekunden vor Spielende gab es in zentraler Position einen Freiwurf für die HSG: Janina Winkler übernahm Verantwortung und verwandelte zum verdienten 28:28 für die HSG. (tsp/kaw)

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