Korbachs Handballer wollen sechs Punkte bis Weihnachten

"Kleines Derby": HSG Twistetal muss schon Freitag ran

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Daumen hoch für die Partie gegen die HSG Zwehren/Kassel: Harald Meißner, Trainer des TSV Korbach.

Korbach/Twistetal. "Halbes Derby" für die Handballer der HSG Twstetal in der Landesliga. Eine Liga weiter unten zählt den TSV Korbach nur ein Sieg.

Ungewohnte Anwurfzeit für die Handballer der HSG Twistetal: Der Landesliga-Neunte steht heute Abend um 20 Uhr der SHG Hofgeismar/Grebenstein (11.) in der Sporthalle der Heinrich-Grupe-Schule in Grebenstein gegenüber. Die HSG würde mit einem Sieg Abstand zu den Abstiegsplätzen halten.

Die Handballer des TSV Korbach streben nach zwei Auswärtsniederlagen hintereinander an diesen Samstag (18.30 Uhr, Kreisberufsschulhalle) gegen die HSG Zwehren/Kassel den vierten Heimsieg der Bezirksoberliga-Saison an.

Wetekam: HSG soll "von Beginn an wach sein"

Das Nachholspiel mit einem Hauch von Derby (die SHG ist der nächste Nachbar der Waldecker in der Liga) geht freitags über die Bühne, weil das Wochenende wegen der Frauenhandball-WM eigentlich als Spieltag freigehalten werden sollte. 

HSG-Trainer Dirk Wetekam weiß um die Bedeutung der zweiten von drei Auswärtspartien am Stück: „Die besonderen Umstände – beide Mannschaften haben einen guten Kontakt zueinander – bringen eine gesunde Rivalität mit sich. Wir müssen von Beginn an hellwach sein!“ 

Vor allem aber stehen Punkte im Abstiegskampf auf dem Spiel. Die Gastgeber holten zuletzt mit dem 23:23 gegen die TSG Dittershausen ihren fünften Zähler und haben den Abstand zu Twistetal, das mit 28:31 in Großenlüder unterlag, auf vier Punkte verkürzt. 

Wetekam musste heute weiterhin auf Jannik Fingerhut und Nico Isenberg sowie auf Patrick Fingerhut verzichten – der Torhüter zog sich beim Aufwärmen in Großenlüder einen Muskelfaserriss zu. Der Trainer hofft deshalb, dass Lars Fingerhut seine Erkältung überwunden hat und dessen Bruder Steffen vielleicht für Kurzeinsätze zur Verfügung steht. 

Wetekam weiß um die kämpferischen Qualitäten der Hausherren. „Sie kommen über ihren Teamgeist. Die werden alles reinwerfen, was sie haben“, sagt er und fordert: „Wir müssen voll dagegen halten, selbst eine kompakte Abwehr stellen und im Angriff deren Mittelblock in Bewegung bringen, um die 6:0-Deckung zu knacken." 

TSV Korbach: Meißners besonderes Spiel

Für Korbachs Trainer Meißner ist das Spiel des TSV ein besonderes: Der Korbacher Trainer wohnt in Oberzwehren, die HSG ist sein Heimatverein, in dem er viele Funktionen hatte. Unter anderem hatte er acht Jahre lang die erste Männermannschaft trainiert, ehe er 2015 zur Baunataler Eintracht wechselte. 

Der Gegner sei im Rückraum gut aufgestellt, verfüge mit Spielmacher Tim Räbiger und Kreisläufer Max Schütz über ein starkes Duo, dessen Kreise von einer kompakten Abwehr eingeengt werden müssen. „Da werden wir uns im Training was einfallen lassen“, sagt Meißner. 

Für Korbach zählt nur ein Sieg. Sechs Punkte hat Meißner als Ziel für die Zeit bis Weihnachten ausgegeben oder anders ausgedrückt: drei Siege in den ausstehenden drei Spielen. Im Training wurde zuletzt auch die Chancenverwertung angesprochen - derzeit das Hauptproblem der Kreisstädter, die sich für ihr eigentlich ordentliches Spiel zu selten belohnen. (fs/tsp)

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