Deutschen Billard-Meisterschaften

Heimische Spieler gewinnen an Erfahrung

Musste neben den Kugeln auch die fünf kleinen Kegel im Blick haben: Jonas Büchsenschütz vom TSV Frankenberg.
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Musste neben den Kugeln auch die fünf kleinen Kegel im Blick haben: Jonas Büchsenschütz vom TSV Frankenberg.

Bad Wildungen - Die nationalen Billardmeisterschaften der Jugend in Bad Wildungen laufen an diesem Wochenende noch, für die beiden heimischen Teilnehmer sind sie jedoch beendet: Jan Wagner und Jonas Büchsenschütz sind frühzeitig gescheitert.

Für Jonas Büchsenschütz sei es darum gegangen „zu lernen“, sagt sein Trainer beim TSV Frankenberg, Stefan Weber. Der 13-jährige Neukirchner traf in der Ense-halle im 5-Kegel-Turnier, in dem es eine Altersklasse für alle Spieler (bis 21 Jahre) gab, auf teilweise deutlich ältere und erfahrenere Konkurrenten. „Er hat sich teuer verkauft“, lautet Webers Fazit. Zwar reichte es in der Vorrunde mit fünf Partien nicht zu einem Sieg, immerhin gewann er in der Partie gegen Manuel Weiß aber den ersten Satz mit 50:48, ehe sein Gegner aus Neuruppin, der später nur knapp im Viertelfinale ausschied, mit 50:12 und 50:16 die Partie für sich entschied. Die anderen Spiele gingen jeweils glatt an die Konkurrenten. Deutscher Meister wurde Bastian Röhrens (SG Groß Gaglow), der das Finale mit 3:1-Sätzen gegen Clemens Anger aus Freiberg gewann.

Als mehrfacher Hessenmeister war der Lokalmatador Jan Wagner in verschiedenen Pooldisziplinen der Altersklasse U17 an den Start gegangen. Seine Konkurrenten aus anderen Landesverbänden kannte er vor-her kaum; deren Leistungsfähigkeit konnte er daher schwer einschätzen. Im Nachhinein ist klar: Die teilweise ein bis zwei Jahre älteren Gegner waren dem 14-Jährigen überlegen.

Nachdem Jan schon im 14.1 und 10-Ball nach jeweils zwei Niederlagen raus war (WLZ-FZ berichteten), lief es auch in seiner dritten Disziplin, dem 8-Ball, nicht besser: Gegen Christian Fröhlich (PBC Treff As Plauen) holte er in der ersten Hauptrunde zumindest einen Punkt, unterlag aber dennoch deutlich mit 1:6. In der Verliererrunde, über die er noch ins Achtelfinale hätte einziehen können, hatte er gegen Leon Kohl (PBC Joker Altstadt) mit 0:6 das Nachsehen. Den Titel sicherte sich Patrick Hofmann: Der Paderborner setzte sich im Endspiel mit 6:5 gegen Johannes Schmitt (BV Schöllkrippen) durch.

Trotz der Niederlagen: An Erfahrung haben sowohl Jonas wie auch Jan in dieser Woche gewonnen. Das wird ihnen beim nächsten großen Turnier sicherlich helfen.

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