Zwei heimische Spieler bei den deutschen Billard-Meisterschaften der Jugend

Mit Heimvorteil ins Turnier

Bad Wildungen - Vor einer Woche trafen Jonas Büchsenschütz und Jan Wagner mit ihren Poolbillard-Teams noch aufeinander. In der kommenden Woche treten sie bei den deutschen Jugendmeisterschaften an - allerdings in unterschiedlichen Disziplinen.

Zweimal im Jahr wird Bad Wildungen zur deutschen Billard-Hochburg: Im Herbst spielen die Erwachsenen um die nationalen Meistertitel, um Ostern der Nachwuchs. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, am Dienstag beginnen in Bad Wildungen die Meisterschaften. Rund 400 junge Sportlerinnen und Sportler werden in der Badestadt erwartet, in der Ensehalle geht es um die Siege in verschiedenen Disziplinen und Altersklassen. Ausrichter ist einmal mehr der PBC Bad Wildungen, wo man bereits Übung hat: 27 Tische wurden aus dem Lager in Fritzlar geholt und aufgebaut; die meisten davon für die Pooldisziplinen, andere für Snooker, Kegel, 5-Kegel-Billard und Karambol.

Ziel: Erfahrung sammeln

Im 5-Kegel-Billard - einer Karambol-Variante, bei der zudem kleine Kegel auf dem Tisch stehen, die Punkte bringen können - startet Jonas Büchsenschütz vom TSV Frankenberg als einziger Hesse. Für den 13-jährigen Neukirchner ist es die Meisterschaftspremiere, nervös ist er dennoch nicht: „Das ist schon etwas größer als sonst“, räumt er aber ein. Zweimal in der Woche trainiere er normalerweise diese Disziplin, derzeit zur Vorbereitung auf die Titelkämpfe täglich. Kommende Woche Donnerstag wird er erstmals eingreifen, voraussichtlich wird er neun Konkurrenten haben.

Jonas weiß um seine Fähigkeiten, schätzt die Konkurrenz aber stark ein. Um den Sieg mitzuspielen sei utopisch, meint er, will aber zumindest einige Gegner hinter sich lassen. Sein Trainer Stefan Weber sieht das ähnlich: „In erster Linie kommt es für ihn darauf an, Erfahrung bei einer großen Meisterschaft zu sammeln und eine seiner Spielstärke entsprechende Leistung unter Wettkampfbedingungen abzuliefern“, sagte er. „ Außerdem lernt er, mit dem Druck umzugehen, die Konzentration aufrechtzuerhalten und mit viel Motivation und Spielfreude auf dem Billardtisch zu agieren.“

Jonas spielt auch Poolbillard in der zweiten Mannschaft des PBV Korbach, mit der er am Wochenende in der Bezirksliga auf den PBC Bad Wildungen traf - dort wiederum ist Jan Wagner aktiv. Zum direkten Duell mit dem zweiten heimischen Teilnehmer an den Meisterschaften kam es nicht; letztlich war aber dennoch Jan der Sieger: Er trug zwei Punkte zum 6:2-Erfolg der Badestädter bei.

Gegner schwer einschätzbar

Der 14-Jährige wird bei seinem „Heimspiel“ in den Pooldisziplinen 14.1 endlich und 10-Ball, in denen er sich zu Beginn des Jahres die hessischen Landestitel seiner Altersklasse gesichert hatte, starten. Hessenmeister wurde er zwar auch im 9-Ball, der hessische Verband nominierte ihn aber für diese Disziplin nicht. Dafür darf er zusätzlich im 8-Ball starten. Insgesamt hat er also drei Titelchancen; der PBC-Vorsitzende Andreas Klauser wünscht ihm, dass er das Turnier als dreifacher deutscher Meister beendet, sagt das aber mit einem Augenzwinkern. Jan habe sicherlich die Qualität, den ein oder anderen Gegner zu besiegen, ist Klauser überzeugt. „Die Gegner sind aber schwer einschätzbar“, betont er.

Für Jan, der seit vier Jahren aktiv Billard spielt, sind es ebenfalls die ersten deutschen Meisterschaften. In den vergangenen Tagen hat er sich in einem Trainingscamp in Gießen auf das Turnier vorbereitet, am Dienstag geht es für ihn los.

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