Fussball-Gruppenliga Kassel

Hintschich gegen alte Bekannte

- Korbach (py/tor). Derbytime in der Fußball-Gruppenliga Kassel: Am Samstag um 15 Uhr erwartet die SG Rhoden/Schmillinghausen Spitzenreiter Willingen, Korbachs Reserve trifft auf den krisengeschüttelten TSV Sachsenhausen.

Korbachs Trainer Uli Schwalenstöcker will mehr. Drei Punkte sollen‘s am Sonntag gegen den TSV Sachsenhausen nach zuletzt vier Unentschieden sein. Gegenüber Karsten Braune wäre über eine solche Bilanz froh – er formuliert folglich kleinere Ziele. „Ich erwarte, dass jeder alles gibt. Wenn nicht, geht es so aus wie gegen Altenlotheim“, so Sachsenhausens Coach. Altenlotheim, das steht seit letztem Samstag für ein 1:6-Debakel – und eine große Enttäuschung für Braune. „Dass wir in so einem Derby das eine oder andere zusätzliche Prozent an Leistung herauskitzeln, war offenbar ein Fehlglaube von mir“, sagt er, noch immer bedient. Die Marschrichtung für seine Mannschaft, der Heinemann, Grützner, Faust und Seibel fehlen, formuliert Braune so: „Auch wenn wir personell auf dem letzten Loch krebsen, müssen wir hinten gut stehen, ein Gegentor vermeiden und Einsatz, Leidenschaft und Wille zeigen. Rein spielerisch werden wir wieder Probleme bekommen.“Gegenüber Uli Schwalenstöcker warnt davor, den Gegner zu unterschätzen und fordert nicht nur eine entsprechende kämpferische Einstellung, sondern auch „die individuelle Klasse, um die Schwächen der Sachsenhäuser auch auszunutzen.“ Er kann am Sonntag wohl auf den kompletten Kader zurückgreifen.

Oliver Hintschich als Trainer der SG Rhoden/Schmillinghausen trifft zu gleicher Stunde auf alte Bekannte: Sieben Jahre lang hat Hintschich für den SC Willingen gespielt, doch der Rhodener Coach erlaubt sich keine Sentimentalitäten. „Da besteht keine emotionale Bindung mehr“, sagt er. „Da gibt es ja keinen Torsten Vogel, Andreas von dem Berge oder Oliver Schmidt mehr.“ Das waren die Kumpels von damals. Zar hat der Coach das aktuelle SCW-Team selbst bislang noch nicht gesehen, dafür aber andere aus der SG. „Die Informationen, die ich da erhalten habe, reichen mir, um mir ein Bild von der Mannschaft machen zu können.“ Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Gäste sei Christoph Keindl, worauf Hintschich reagieren wird. „Den kann man nicht durch Manndeckung eines Spielers allein ausschalten. Den werden wir am besten im Kollektiv abledern.“ Pluspunkt für Hintschich ist auch, dass er mit der Rückkehr des gesperrten Torjägers Sandro Nowitzki seine beste Formation aufbieten kann.Dagegen setzte Kollege Hubertus Albers ein Fragezeichen hinter Daniel Butterweck. Der Mittelfeldspieler knickte am Dienstag im Training um und musste die Einheit abbrechen. „Wir nehmen das Spiel sehr ernst“, so Albers. „Rhoden stellt eine Mannschaft, die nicht so leicht zu knacken ist."

Schon am Samstag (15.30 Uhr) will Altenlotheim gegen die SG Beiseförth/Malsfeld den Schwung vom 6:1 in Sachsenhausen nutzen. Trainer Kai Bremmer warnt aber trotz der peinlichen Niederlage der Gäste gegen Schlusslicht Neukirchen vor Überheblichkeit: „Was ich gelesen habe, muss Beiseförth gegen Neukirchen katastrophal gespielt haben, wir dagegen hatten ein Spiel, das man nicht als Maßstab nehmen kann – wenn wir jetzt denken, wir können Beiseförth mit links weghauen, könnte das böse nach hinten losgehen.“ Gegenüber Armin Rhode will die Heimpleite gegen Neukirchen nicht überbewerten: „Wir sind mit sechs U21-Spielern angetreten, die machen Fehler, und das muss man ihnen zugestehen.“ Sein Rezept am Oberbach: Altenlotheims wichtige Spieler aus dem Spiel nehmen. Die Gäste müssen auf D. Helfers verzichten, beim TSV fehlt Mark Schomberg (Zehenbruch).

Dreimal in Folge ist die SG Bad Wildungen/Friedrichstein sieglos geblieben. Gegen den 1. FC Schwalmstadt II (Sonntag, 15 Uhr) wäre ein weiterer Punktverlust für den Rangdritten verheerend, denn die Mannschaften bis zu Rang sieben befinden sich bei maximal drei Zählern Rückstand in Schlagdistanz - darunter auch die Gäste als Tabellensechster. Deren Trainer Christof Baum hat ein klares Ziel: Unbesiegt bleiben. Und das ist auch schon alles: „Mit einem Punkt wäre ich zufrieden, denn Wildungen ist angesichts des bisherigen Saisonverlaufs und der Tabelle klar favorisiert.“ In Bad Wildungen fehlen ihm die gesperrten Wiederhold und Meier sowie Ruppel. SG-Trainer Oliver Dephilipp beklagte bei jüngsten Niederlage gegen den FC Körle " die individuellen Fehler vor den Gegentoren sowie die Chancenauswertung." Vor dem kommenden Gegner warnt er: „Schwalmstadt steht kompakt und ist brandgefährlich nach Standards.“ Die Badestädter müssen auf den Einsatz von Bamberger, Pehlke, Kohl, Öztürk und Karges verzichten.

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