Fußball-Kreisoberligist gewinnt Hallenturnier der SG Vöhl · 2:1 im Finale gegen TSV Sachsenhausen

„Hö/Mei“ stellt Favoriten ein Bein

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Endspiel. Thomas Pendzich vom späteren 2:1-Finalsieger SG Höringhausen/Meineringhausen versucht den Sachsenhäuser Markus Wagner beim Kopfball aus dem Gleichgewicht zu bringen. Hinten schaut TSV-Keeper Daniel Bärenfänger zu.

Herzhausen - Als „schöne Abwechslung“ in der Vorbereitungsphase hat Thomas Schmidt das Hallenfußballturnier der SG Vöhl/Basdorf/Werbetal bezeichnet. Noch mehr gefreut hat den Spielertrainer der SG Höringhausen/Meineringhausen, weil sein Team den ersten Platz belegt hat.

Der Kreisoberligist hatte sich im Finale mit 2:1 gegen Ligakonkurrent TSV Sachsenhausen durchgesetzt. Mit dem TuS Bad Arolsen und dem TSV Altenlotheim waren zuvor zwei Gruppenligisten in der Sporthalle in Herzhausen auf der Strecke geblieben.

Nach der Vorrunde hatten sich „Hö/Mei“ und Sachsenhausen, sowie der TSV Altenlotheim und A-Ligist SSG Ense/Nordenbeck fürs Halbfinale qualifiziert. Auf die eingeplanten Viertelfinalbegegnungen wurde angesichts der anhaltenden Schneefälle mit Hinblick auf einen sicheren Heimweg aller Teilnehmer und Zuschauer verzichtet.

In der ersten Partie der Vorschlussrunde traf der spätere Turniersieger auf Ense/Nordenbeck. Der A-Ligist hatte den besseren Start und ging in der zweiten Minute nach schönem Spielzug durch Valerij Walger verdient in Führung. Die SG versuchte ihr Glück zunächst mit Schüssen aus der zweiten Reihen. Die erste wirklich gelungene Kombination brachte zwei Minuten vor Spielende den Ausgleich - Thomas Pendzich traf zum 1:1. 40 Sekunden später schoss Viktor Hardt das KOL-Team ins Endspiel.

Das zweite Halbfinale zwischen Altenlotheim und Sachsenhausen bot wenig spielerische Höhepunkte, lebte dafür aber von der Spannung. Drei Minuten vor Ende der zwölf Minuten erzielte Steffen Lotze mit einem strammen Schuss kurz hinter der Mittellinie das 1:0 für den Gruppenligisten. Keine Minute später der Ausgleich, wieder hatte Lotze getroffen - doch diesmal in den falschen Kasten. Im anschließenden Acht-Meter-Schießen dauerte es bis zum 19. Schützen, ehe der zweite Finalteilnehmer feststand. Alex Moor hatte für Sachsenhausen zum 7:6 verwandelt, Sascha von Drach vergab die Chance zum Gleichstand.

Das Spiel um Platz drei wurde gleich mit dem Duell vom Punkt entschieden. Diesmal waren sogar 20 Anläufe nötig, um den Sieger zu ermitteln. Im Gegensatz zur vorangegangenen Partie wurde aber alle Achtmeter bis auf den Vorletzten verwandelten. Ense/Nordenbecks Torhüter Florian Voß jagten den Ball nach zuvor zwei erfolgreichen Versuchen über die Latte. Altenlotheims Robin Wissemann traf zum 10:9-Endstand.

Im Finale standen sich dann zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber, die beherzt zu Werke gingen. Raum für spielerische Finessen gab es nicht. Sehenswert allerdings die Eckballvariante der SG in der dritten Minute. Wladimir Bolt nahm den Richtung Anstoßkreis zurückgelegten Ball direkt und jagte ihn zum 1:0 in den Winkel. Das 2:0 von Christian Hofmeister in der achten Minute war schon so etwas wie eine Vorentscheidung.

„Mehr Risiko“, forderte Sachsenhausen Betreuer Uwe Hilpisch im Anschluss von seinen Spielern. Tatsächlich geriet die zuvor sehr sicher stehende Defensive der SG zunehmend unter Druck. Björn Bremmer verkürzte zwei Minuten vor Spielende auf 1:2. Der Sachsenhäuser Stürmer hatte zwei weitere gute Gelegenheiten seine Mannschaft ins Acht-Meter-Schießen zu retten.

Mit der SG Höringhausen/Meineringhausen hat das am Ende vielleicht engagierteste Team den Turniersieg errungen. Für Schmidt war es keine reine Spassveranstaltung. „Wir haben das Turnier schon einige Male gewonnen und wollten es auch diesmal tun.“ Was schließlich auch gut geklappt hat.

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