"Final Four" in Bad Wildungen

HSG-A-Jugend spielt um die deutsche Meisterschaft

- Bad Wildungen (oh). Am Wochenende ist es so weit: In der Ense-Halle kämpft die weibliche A-Jugend der HSG Bad Wildungen um die deutsche Meisterschaft. Im Halbfinale des Final Four trifft das Handball-Leistungszentrum zunächst am Samstag ab 15 Uhr auf die SG Oeversee/Jarplund-Weding.

Die Bad Wil­dungerinnen haben mit dem Sieg im Viertelfinale gegen Oyten bereits mehr erreicht, als sie sich vor Saisonbeginn erhofft hatten. Jetzt will das Team von Trainer Markus Berchten, das bis auf zwei Spielerinnen aus Mädchen des jüngeren A-Jugend-Jahrgangs besteht, den Heimvorteil nutzen und versuchen, ins Endspiel einzuziehen.  Gegen den letztjährigen deutschen Meister Oeversee/Jarp­lund/Weding – die Spielgemeinschaft hat sich nach zwei Siegen im Viertelfinale über ASC 09 Dortmund erneut für die Endrunde qualifiziert – sieht Trainer Markus Berchten auch gute Möglichkeiten. „Wir sind überzeugt, dass wir dank des Heimvorteils eine reelle Chance besitzen, gegen den starken Gegner bestehen zu können.“ Die SG Oeversee verkörpert für Berchten den „typischen Nordländerstil“ mit schnellem Passspiel, vielen Würfen aus dem Rückraum, kräftigen Rückraumspielerinnen sowie agilen und flinken Außenspielerinnen. „Diese Stärken werden uns alles abverlangen. Die Zweikampfstärke wird das Duell entscheiden“, erwartet Berchten ein ähnlich spannendes Spiel wie im Viertelfinale gegen Oyten. Dabei stört den Bad Wildunger Trainer die natürlich vorhandene Nervosität bei seinen Spielerinnen wenig. „Eine gesunde Nervosität und Spannung muss am Wochenende vorhanden sein, um überhaupt eine Extraleistung aus dem Körper und Geist heraus zu holen“, sagt der Schweizer, der seinem Team einen hohen Einsatz und eine äußerst konzentrierte Vorbereitung auf das Wochenende bescheinigt. Seit Montag befasst sich die HSG mit der technischen und taktischen Vorbereitung auf das Halbfinale. Vier Halleneinheiten, je eine Kraft- und Laufeinheit sowie ein Videostudium des Gegners standen auf dem Programm. „Die Spielerinnen sind alle fit“, und so wird es laut Trainer Berchten wohl keine Änderungen in der Mannschaftsaufstellung gegenüber den Spielen gegen Mundenheim und Oyten geben. Einzig Esther Meyfarth bereitete in der Woche Sorgen, wegen eines Infektes konnte sie nicht trainieren. Laut Berchten wird sie am Wochenende aber auf jeden Fall spielen können. „Die Stimmung ist ausgezeichnet, alle sind voll konzentriert“, konstatiert Berchten. „Diese Endrunde bedeutet für alle Spielerinnen den bisherigen Karrierehöhepunkt. Trotz der langen und intensiven Saison brennen alle auf diese Spiele“, sagt der sportliche Leiter des Handball-Leistungszentrums. Einen Favoriten beim Final Four auszumachen, fällt Markus Berchten schwer, allerdings sieht er beim HC Leipzig, der im zweiten Halbfinale gegen Spandau spielt (ab 17 Uhr), leichte Vorteile. „Das ist aus meiner Sicht die routinierteste und auch bereits erfahrenste Truppe, da die HC-Spielerinnen bereits komplett in der Regionalliga der Frauen aktiv waren. Diese Erfahrungen könnten das Zünglein an der Waage sein. Ansonsten hat jedes Team seine Stärken, um den Titel zu holen.“ Am Sonntag findet ab 11 Uhr das Spiel um Platz drei statt. Das Finale wird um 13 Uhr angepfiffen. Trotz Fußball-WM hoffen die Bad Wildungerinnen, dass viele Fans in die Ense-Halle kommen werden, um die HSG zu unterstützen. Wer nicht ganz auf den Fußball verzichten will: In der Consolaris Lounge können die WM-Spiele auf einem Fernseher verfolgt werden.

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