Alle Spieler und Trainer Steffen Fingerhut bleiben bis 2022 bei Handball-Landesligist

HSG Twistetal setzt auf Kontinuität

Bleibt wie alle seine Mannschaftkollegen auch bis zum 30. Juni 2022 bei der HSG Twistetal: Linkshänder Andre Krouhs, der hier von Nico Rumpf (HSG Hofgeismar/Grebenstein) attackiert wird.
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Bleibt wie alle seine Mannschaftkollegen auch bis zum 30. Juni 2022 bei der HSG Twistetal: Linkshänder Andre Krouhs, der hier von Nico Rumpf (HSG Hofgeismar/Grebenstein) attackiert wird.

Handball-Landesliga HSG Twistetal hat seine Personalplanungen für die nächste Saison bereits abgeschlossen.

Mühlhausen. „Wenn wir schon nicht Handball spielen können, dann können wir wenigstens andere Sachen regeln“, sagt Steffen Fingerhut in Anspielung auf die Personalplanungen der HSG Twistetal. Das Motto des Trainers setzten dieser selbst und Mannschaftskapitän Nils Pohlmann, der zugleich Männerwart des Landesligisten ist, in die Tat um. Nach kurzen Gesprächen mit allen Spielern konnte Fingerhut nun verkünden, dass der komplette derzeitige 16er-Kader auch in der Saison 2021/2022 für den Spitzenreiter, der nach nur einer Partie wegen der Coronapandemie unterbrochenen Runde, spielen wird.

„Die Jungs haben nicht lange überlegt“

„Die Jungs haben nicht lange überlegt, sondern schnell zugesagt“, sagt Fingerhut über die mündlichen Absichtserklärungen aller Spieler bis zum 30. Juni 2022 das Trikot der Waldecker zu tragen. Dass die Twistetaler schon vor der Jahreswende die Gespräche mit den Spielern führten, lag vor allem auch daran, dass einige Akteure „Angebote anderer Vereine“, so Fingerhut, vorliegen hatten. „Da haben wir natürlich sofort versucht, unsere eigenen Leute an den Verein zu binden“, sagt Fingerhut über sein fast nur aus Eigengewächsen bestehendes junges Team, zum dem mit Jannik Bitter, Andre Krouhs und Torben Bender gleich drei starke Linkshänder gehören.

Auf Kontinuität setzt die HSG auch in der Trainerfrage. „Vorstand Thomas Tönepöhl hat mich formal gefragt, ob ich weitermachen will, was für mich keine Frage war“, sagt Fingerhut, auch weil der 31-Jährige aus Mühlhausen seinen Heimatverein trainiert.

„Das macht mir Spaß“, sagt er. Solange er die Mannschaft weiterbringen könne und er nicht gesagt bekomme, dass man ihn nicht mehr wolle, will der Baustoffprüfer das Traineramt bei der HSG weiter bekleiden. Als Spieler will der Allrounder der 2. Mannschaft (A-Liga) dem Landesligateam aber nicht mehr aushelfen. „Den Spielertrainer Fingerhut wird es bei mir nicht geben“, sagt der bei der HSG auch für das Marketing zuständige Coach, dem auch in der nächsten Saison weiterhin Oliver Grötecke als Co-Trainer zur Seite stehen wird.

Im Oktober 2019 hatte der damalige Co-Trainer Fingerhut das Amt vom zurückgetretenen Chefcoach Roland Weymann übernommen und die mit 2:8-Punkten gestartete HSG noch vor dem Abstieg gerettet. „Steffen hat einen guten Job gemacht“, attestiert Tönepöhl dem C-Lizenzinhaber und ist froh, „dass wir mit der kompletten Truppe auch in die nächste Saison starten können, nachdem wir diese Spielzeit wohl vergessen können.“

Sollte die unterbrochene Spielzeit doch noch weitergehen, will Fingerhut an der Zielsetzung „gesicherter Mittelfeldplatz“ festhalten, auch wenn seine Mannschaft nach dem 33:23-Erfolg über Aufsteiger HSG Hofgeismar/Grebenstein nach dem noch nicht einmal komplett ausgetragenen ersten Spieltag Spitzenreiter ist.

Mittel- und langfristig will der junge Trainer die Twistetaler in der Tabelle aber weiter nach oben führen. „Für uns als kleinen Verein, bei dem alles ehrenamtlich erledigt wird, ist die Landesliga das Höchste der Gefühle“, sagt Fingerhut. Das Wort Oberliga will er deshalb „nicht in den Mund nehmen“.

Dennoch glaubt Fingerhut, dass sein junges Team mit der „wachsenden Erfahrung stetig besser werden werden wird“, was auch helfen wird, „die engen Spiele zu gewinnen“. Tönepöhls Einschätzung, „die Mannschaft hat gezeigt, dass sie auf einem guten Wege ist und kann in der nächsten Saison in der Landesliga eine wichtige Rolle spielen“, stimmt der Trainer auch wegen der Eingespieltheit des Teams zu.

Derzeit ist Fingerhut aber erst einmal „sehr erleichtert“, dass die HSG nach den vollzogenen Personalentscheidungen „langfristig Planungssicherheit hat und wir uns über den Kader keinen Kopf mehr machen müssen.“ (jh)

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