HSG-Trainerin Tessa Bremmer über ihre Taktik gegen ihre beste Freundin Nadja und den THC

„Ich werde Nadgornaja volllabern“

- Bad Wildungen (jh).Aufsteiger Bad Wildungen will sich gegen Meister Thüringen besser präsentieren als bei der 18:35-Heimpleite gegen den VfL Oldenburg.

Wenn sie an das THC-Spiel denkt, muss Tessa Bremmer schmunzeln. Dies liegt daran, dass beim Meister der Jahre 2010 bis 2014 mit Nadja Nadgornaja „meine beste Freundin“ spielt. Auf die Frage, wie sie die gefährlichste Werferin der Gäste ausschalten will, antwortet die HSG-Trainerin: „Wenn Nadja auf meiner Seite spielt, werde ich sie volllabern, damit sie sich nicht mehr konzentrieren kann.“ Da dies aber höchstens eine Hälfte der Fall sein wird und der Zweite unter anderem mit den Nationalspielerinnen Kerstin Wohlbold und Svenja Huber über weitere starke Kräfte verfügt, weiß Bremmer, dass selbst ihre große Eloquenz nicht ausreichen dürfte, um den Doublegewinner von 2011 und 2013 zu stoppen. „Es wäre vermessen zu glauben, dass wir gegen Thüringen punkten können, aber wir wollen uns besser verkaufen und anders präsentieren als gegen Oldenburg“, sagt Bremmer nach der Pleite gegen den Tabellenführer, „nach der wir zu Recht in der Kritik standen.“ Um dieses Ziel zu erreichen, „müssen wir im Angriff Fehler vermeiden, denn sonst werden wir wie gegen Oldenburg überrollt. Wir wollen versuchen, die großen Stars des THC zu attackieren und zu nerven“, sagt Bremmer. Sie hofft auf eine gute Leistung ihres Teams, mit der sich die Mannschaft für die sehr dürftige Vorstellung gegen den VfL rehabilitieren will. „Denn davon, dass wir in Bietigheim und in Koblenz gewonnen haben und dort gezeigt haben, dass wir es besser können, haben unsere Heimfans nichts gehabt.“ Gegen den THC kann die 31-Jährige wieder auf Vanessa Maier zurückgreifen, nachdem Bremmer auf die Torhüterin am Sonntag in Koblenz (29:28) trotz des Erstspielrechts der Vipers verzichtet hatte, weil der Drittligist in Osterode (27:21) mit Nila Oross sonst nur eine Torfrau zur Verfügung gehabt hätte. Wegen ihrer guten Trainingsleistungen könnte die bisherige Nummer drei im HSG-Tor gegen den THC sogar an der bisherigen Nummer zwei, Helen van Beurden, vorbeiziehen und die erste Alternative hinter Stammtorhüterin Manuela Brütsch sein.„Vanessa trainiert extrem konzentriert und Manu ist als Nummer eins gesetzt. Sie hat zwar in Koblenz nicht so gut, aber den entscheidenden Ball gehalten“, sagt Bremmer, die noch regelmäßig in Kontakt mit Ex-HSG-Torhüterin Dinah Eckerle steht.

Jana Pollmer für Bolze?

Deren Freundin und frühere Thüringer Mitspielerin Nadja Bolze könnte gegen den THC erst einmal auf der Bank sitzen, weil sich Jana Pollmer mit ihrer überragenden Leistung in Kob­lenz für die Startsieben empfohlen hat. Weil Bremmer Petra Nagy im Abwehrinnenblock benötigt, deutet einiges darauf hin, dass die Ungarin im Angriff für Bolze am Kreis spielt und Pollmer für diese ins Team rückt.„Wir können mit unseren vier Punkten ohne Druck spielen“, sagt Bremmer.„Bad Wildungen hatte einen Superstart, aber wir wollen als Meister natürlich beim Aufsteiger gewinnen“, sagt THC-Coach Herbert Müller, was Bremmer wohl auch mit ihrer Rhetorik kaum wird verhindern können.

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