Senioren-Leichtathletik: Tatjana Schilling mit Viererpack · Starke Läufer

Bei jedem Start ein Hessentitel

- Bruchköbel/Frankenberg (WH).Tatjana Schilling und Wilhelm Hofmann, wer sonst? Die zwei Waldecker Vorzeige-Leichtathleten zählten bei den hessischen Meisterschaften der Senioren I in Bruchköbel zu den Topstars.

Insgesamt gewann die heimischen Jungsenioren (Altersklassen 30-45) acht Titel und schafften elfmal die Norm für die „Deutschen“ Ende Juni in Ahlen – eine reichhaltige Ausbeute. Tatjana Schilling vom TSV Korbach absolvierte in der Altersklasse W 40 vier Starts. Sowohl über 100 m (13,51 Sek.) und 200 m (27,74 Sek.) als auch im Hoch- (1,56 m) und im Weitsprung (4,99 m) kam sie nahe an ihre im Vorjahr erzielten Leistungen heran. In Laufe der Saison könnten also noch Bestmarken fallen – vielleicht klappt es bei der DM. Ihre Vereinskameradin Diana Richter holte sich mit 29,38 Meter ihren ersten Titel im Speerwurf. Ihren Erfolg komplettierte sie mit zwei Bronzemedaillen über 100 m (14,17) und im Hochsprung mit 1,38 Meter. Die DM-Qualifikation schaffte sie im Hochsprung und im Speerwerfen.

In sehr guter Form präsentierte sich in dieser Altersklasse auch die 41 Jahre alte Andrea Beranek aus Basdorf, die für TSV Obervorschütz läuft. Nach einem sehr gleichmäßigen Rennen gewann sie die 5000 m der W 40 in 19:48,34 Minuten, erkämpfte sich ihren dritten Landestitel und verbesserte ihre persönliche Bestzeit um 37 Sekunden. Die Norm für Ahlen unterbot sie um knapp zwölf Sekunden.

Silke Kaiser (TSV Korbach) buchte DM-Fahrkarten über 100 m und im Hochsprung der W 45. Aus Bruchköbel brachte sie eine Silbermedaille im Hochsprung (1,35 m) und Bronze im Kugelstoßen (9,00) mit.Wilhelm Hofmann (Spfr BG Marburg), der am morgigen Himmelfahrtstag seinen 47. Geburtstag feiert, eilt seit Monaten von Erfolg zu Erfolg. Über 5000 m kaufte er der Konkurrenz bereits in der ersten Runde den Schneid ab. Durch forsches Anfangstempo lief er schnell einen Vorsprung von fast 50 m heraus. Der Berndorfer absolvierte Runde für Runde in sehr gleichmäßigem Tempo – als er die 3000 m in superstarken 9:26 Minuten geschafft hatte, hatte er den ersten Läufer schon fast überrundet. Trotz der hohen Temperaturen ließ er nicht locker, und im Ziel blieben die Uhren bei 15:49,62 Minuten stehen – eine Zeit, die Wilhelm Hofmann seit mehr als 20 Jahren nicht mehr gelaufen ist. Den deutschen Vizemeister Markus Riefer (SSC Hanau-Rodenbach) distanzierte er um 41 Sekunden.

Nils Milde (LG Eder) lief die Stadionrunde in 53,90 Sekunden und sorgte damit für den achten heimischen Titel. Grund zum Jubeln über zwei Silbermedaillen hatte auch sein Vereinskamerad Sven Schröder. Die 800 m schaffte er in neuer Bestzeit von 2:14,99 Minuten, nach 1500 m zeigten die Uhren 4:32,33 Minuten an. Trotz wochenlanger Verletzungspause blieb Ingo Specht (ebenfalls LG Eder) über 800 m als M 45-Vizemeister in 2:15,90 Minuten noch knapp unter der Norm (2:16,00) für Ahlen. Joachim Peters lief in der gleichen Altersklasse als Vierter in 2:20,34 Minuten ins Ziel.

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