Jolene Wilke gewinnt die Klasse Children

Johannes Bohlig wird Vizemeister beim Verbandsturnier in Bad Wildungen

Johannes Bohlig (links), Zweiter beim Springen der Junioren, tauft Verbandsmeister Marc Riechers.
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Wasser marsch: Johannes Bohlig (links), Zweiter beim Springen der Junioren, tauft Verbandsmeister Marc Riechers.

Dass auch in Corona-Zeiten der Reitsport spannend und hochklassig sein kann, zeigte sich in Bad Wildungen. 

Beim Verbandsturnier des Reiterbundes Kurhessen-Waldeck in Bad Wildungen gewann Jolene Wilke vom gastgebenden Verein den Titel im Springen Children (Junge Reiter) mit dem achtjährigen Hannoveraner-Wallach Greynox. Sie verwies mit 10,5 Punkten Julia Schneider (Reit- und Fahrverein Gemünden), die mit Stute Clinton’s Lady auf 9,5 Zähler kam, auf Platz zwei.

In der Klasse der Junioren siegte wie im Vorjahr Marc Riechers (Borken, 49,5 Punkte) mit klarem Vorsprung vor Johannes Bohlig (Reit- und Fahrverein Korbach), der auf seinem Wallach Cashmen 32,5 Zähler holte. Dritter wurde Malin Schautes (Oberlahntal).

Zufriedene Gesichter: Verbandsmeisterin Jolene Wilke (rechts) und die Zweite Julia Schneider freuen sich über ihr Abschneiden beim Springen der Jungen Reiter.

In der Altersklasse U25 gewann Favorit Linus-Georg Weber (Dagobertshausen, 60,5) deutlich vor Gina Steinfeld (Ellingerode) und Jana Schautes (Oberlahntal). Für die Korbacherin Daniela Hocke (42 Punkte) reichte es , anders als im Vorjahr, nicht zum Sprung auf das Treppchen. Mit der 13-jährigen Stute Friederike wurde sie Fünfte. Anna-Maria Klaus (Vöhl, 32) erreichte den siebten Rang.

Den dritten Platz hatte Daniel Erd bei den Springreitern bis zum Stechparcours im S-Springen sicher. Dort gab der Lokalmatador vom ausrichtenden Reiterverein Bad Wildungen auf und fiel somit noch aus der Wertung. Ganz oben auf dem nur mit zwei Reitern besetzten Siegerpodest stand mit Kai Schrammel (Schwalmpforte/25 Punkte) ein erfahrener Reiter. Er gewann vor Lena Schneemann (Ziegenhain/15) - und nahm danach das obligatorische Siegerbad im Wassergraben.

Lokalmatador Daniel Erd gibt bei Springen der Klasse S* auf

Lokalmatador Erd wurde in der schwersten Springprüfung des dreitägigen Turniers, einer Springprüfung der Klasse S*, zwar auf Rang sechs platziert, mit seinem 18-jährigen Wallach Cape Town de Pierre lief es jedoch nicht mehr wunschgemäß. „Eine Verweigerung, danach war die Luft raus“, sagte Erd und gab auf.

Besser gelang es der Konkurrenz: Der Delbrücker Sebastian Holtgräve-Osthues hatte mit der Stute Charpigiana und seinem fehlerfreien Ritt in in 38,53 Sekunden die Messlatte sehr hoch gelegt. „Ich habe den Ritt von Sebastian auf dem Abreiteplatz nicht verfolgen können. Deswegen sagte mir die Zeit wenig“, sagte Ex-Westfalenmeister Daniel Oppermann bei der Siegerehrung.

Der gelernte Pferdewirt und Besitzer des goldenen Reitabzeichens hatte als einziger Teilnehmer zwei Pferde ins Finale gebracht. Mit der Schimmel-Stute Kia Ora hatte er einen Abwurf. Der 33-jährige ging forsch in den Stechparcours, enge Wendungen ließen schnell eine gute Zeit erahnen. Zwei Zehntel war das Paar am Ende schneller.

Doch es wurde noch einmal knapp, denn Gerald Nothdurft ging volles Risiko, durchquerte den Parcours mit seinem 17-jährigen Wallach am schnellsten, trotz aller Erfahrungen des Paars, ausgangs der Kombination fiel eine Stange – aus der Traum. Als einzige Amazone im Sextett hatte sich Katharina Rohn (Kreiensen) qualifiziert, die am Ende auf Rang drei platziert wurde.

In der zuvor ausgetragenen Springprüfung der Klasse S* für sieben- und achtjährige Pferde siegte Gerald Nothdurft (Moringen). Die Siegerschleife in der Springprüfung der Klasse M* ging an die Arnsbergerin Lena-Sophie Stich, die als einzige Teilnehmerin ohne Abwurf blieb. Die Bad Wildungerin Mona Strenk mit dem zwölfjährigen Wallach Accorado Ass wurde gute Dritte wie auch ihre Vereinskameradin Inken Schiebener in der Auftaktprüfung am Sonntagmorgen.

Sehr zufrieden zeigte sich Daniel Erd, der mit seinem Vater Hermann die Turnierleitung übernommen hatte. „Ein schönes und rundherum gelungenes Turnier. Wir haben uns über die gute Zuschauerresonanz am Samstag und Sonntag mächtig gefreut. Die Menschen wollen den Pferdesport sehen und erleben“, so Erd.

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