Fünfte in der Verfolgung beim Weltcup-Finale der Biathleten - Nadine Horchler von Platz 39 auf 12 vor

Karolin Horchler läuft zum besten Ergebnis ihrer Karriere

+
Von Platz elf in der Verfolgung auf fünf vorgestürmt: Karolin Horchler.

Tjumen/Willingen. Es war der Tag der Horchlers. Karolin lief bei der Verfolgung beim Weltcup-Finale der Biathleten in Tjumen von Rang elf nach dem Sprint auf fünf. Ihre Schwester Nadine stürmte derweil von Position 39 auf zwölf nach vorne.

Karolin war über ihr Weltcup-Comeback nach fast vier Monaten selbst ein bisschen überrascht, auch wenn sie sich die letzten Wochen gut gefühlt hatte. Im IBU-Cup holte sie zuletzt den Gesamtsieg, „aber ich wusste nicht, wofür es reichen kann und ob ich es auch umsetzen kann“.

 Die 28-Jährige vom WSV Clausthal-Zellerfeld konnte und leistete sich nur gleich im ersten Liegendschießen eine Strafrunde, die sie etwas abrutschen ließ. Die restlichen 15 Kugeln schlugen aber im Ziel ein und plötzlich ging sie als Vierte auf die Schlussrunde, 1,3 Sekunden vor Darya Domracheva. Die Olympiasiegerin aus Weißrussland konnte Karolin nicht halten, aber den fünften Rang ließ sie sich von Anastasiya Kuzmina, einer weiteren Goldmedaillengewinnerin von Pyeongchang, nicht mehr nehmen. Mit hochgerissenen Armen glitt die Ottlarerin über die Ziellinie und konnte ihr bestes Karriereergebnis noch gar nicht fassen. 

Das verkorkste Sprintrennen wollte Nadine Horchler nicht auf sich sitzen lassen. Und das gelang, als eine von nur zwei Starterinnen blieb die Sportlerin des SC Willingen fehlerfrei und arbeitete sich kontinuierlich mit jedem Schießen über Platz 31, 20 und 18 vor. Im Schlussspurt musste sie sich nur um 0,1 Sekunden der Norwegerin Tiril Eckhoff beugen – als Zwölfte hatte sie damit 27 Plätze gut gemacht. 

Während Nadine den Massenstart am Sonntag entspannt an der Strecke verfolgen kann, darf Karolin noch einmal ran. „Ich hatte hier mit einem bis drei Rennen gerechnet“, erzählte die Sportsoldatin, die in Ruhpolding lebt, „jetzt sind es drei und das freut mich riesig.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare