Preuß krank, aber Nadine Horchler nicht nachnominiert

„Zähes Rennen“: Karo Horchler 36. beim Biathlon in Antholz

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Mäßiger Sprint, wie schon in Ruhpolding: Karolin Horchler wurde 36. in Antholz.

Antholz – 2017 war es, fast genau auf den Tag: Nadine Horchler gewinnt sensationell den Massenstart von Antholz – erster Weltcup-Sieg; ein Tag, den man nie vergisst.

Um ein Haar wäre die ältere die beiden Schwestern aus Ottlar wieder dabei gewesen in der Höhe von Südtirol. Franziska Preuß musste gestern wegen einer Halsentzündung passen. Doch um eine Athletin nachzunominieren, sei die Zeit zu knapp gewesen, hieß es aus dem Trainerstab.

So war eben nur die jüngere Schwester dabei. Karolin Horchler muss sich strecken, wenn sie Sonntag im Massenstart erneut laufen will. Zum Auftakt in Antholz wurde sie gestern 36. im Sprint. „Insgesamt kein gutes Rennen, aber immerhin im Verfolger die Chance, es besser zu machen“, blickte die 29-Jährige schon voraus auf das Rennen am Samstag (13.30 Uhr).

Zumal das gestrige unter keinem guten Stern stand. Schon vorher habe sie etwas Magenprobleme gehabt, die aber während des Rennstresses verflogen seien. „Es war zäh für mich, die Höhe kam noch hinzu“, so Horchler, die am Schießstand erneut die bessere Teildisziplin hatte.

Samstag will sie aber im Liegendanschlag mehr rausholen. „Da habe ich lange gebraucht am Stand, der in Antholz nicht einfach ist. Stehend lief es besser“, so Horchler, die nach einem Fehler dann beim zweiten Schießen alle Scheiben traf.

1:28 Minuten betrug im Ziel ihr Rückstand auf die etwas überraschende Siegerin, Marketa Davidova. Und Nadine Horchler kann sich sicher vorstellen, wie die Tschechin sich gefühlt hat: Es war der erste Weltcup-Sieg für die 22-jährige.  

Nadine Horchler 13. im IBU-Cup

Und wie lief es für Nadine Horchler selbst.  Beim sechsten IBU-Cup der Saison ist die Biathletin vom SC Willingen im schweizerischen Lenzerheide auf Rang 13 gelaufen. 

Zweimal musste die 32-Jährige im Sprint über 7,5 Kilometer in die Strafrunde abbiegen – mit einem Rückstand von 1:47,2 Minuten auf Siegerin Victoria Slivko aus Russland (23:39,3 Minuten/0 Fehler) überquerte sie die Ziellinie. „Das war nicht mein Tag. Läuferisch habe ich mich auch nicht so gut wie die letzten Tag gefühlt. Mir war am Mittwoch etwas unwohl, bin also körperlich nicht ganz auf der Höhe. Dafür ist die Platzierung dann aber doch wieder okay“, sagte Nadine Horchler.

„Mit den beiden Fehlern bin ich noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen.“ Zweite wurde die Russin Uliana Kaisheva (+3,7/0), Rang drei erkämpfte sich Nadines Teamkollegin Janina Hettich (+30,4/0). In der Gesamtwertung bleibt die Sportsoldatin weiterhin mit 399 Zählern als beste Deutsche auf Rang vier. Bereits am Samstag geht es in Lenzerheide mit der Verfolgung weiter, Sonntag folgen die Staffel. (schä/mn)

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