Stephan Leyhe steigert sich beim zweiten Weltcup in Engelberg auf Platz 18

Karolin Horchler gewinnt IBU-Cup-Sprint

+
Schnell unterwegs und endlich wieder mit Durchblick am Schießstand: Karolin Horchler gewinnt den IBU-Cup-Sprint in Obertilliach.

Willingen. Nach Platz zwei im Einzelrennen hat Karolin Horchler den Sprint beim Biathlon-IBU-Cup in Obertilliach gewonnen. Ihre Schwester Nadine kam als Zwölfte ins Ziel.

Nachdem es am Tag zuvor nochmal geschneit hatte, war die Spur ein bisschen stumpf. Vielleicht meinte die 28-jährige Sportlerin des WSV Clausthal-Zellerfeld deshalb, „ich habe mich läuferisch nicht so gut gefühlt“. Denn das Gefühl trog, denn immerhin lieferte sie die drittbeste Laufzeit ab.

Hinzu kamen zwei fehlerfreie Auftritte am Schießstand. „Endlich mal wieder“, hatte die bekannt gute Schützin zuletzt angesichts nachlassender Treffsicherheit mit sich gehadert. Nach den 7,5 Kilometern und 21:38,5 Minuten hatte Karolin Horchler einen Vorsprung von 6,6 Sekunden auf die Französin Julia Simon, die einmal in die Strafrunde musste. Dritte wurde Uliana Kasheva in 21:52,8, die Russin blieb ebenfalls fehlerfrei.

Nadine Horchler stark verbessert

Erleichtert, wenn auch nicht gänzlich zufrieden war Nadine Horchler. „Das war wesentlich besser als im Einzel“, erklärte sie mit Rückblick auf den enttäuschenden 28. Platz über die 15 Kilometer mit vier Strafminuten. „Heute hat es richtig Spaß“, hatte die Biathletin des SC Willingen bis zum letzten Schuss das Podest zumindest in Reichweite. „Wenn der auch noch gesessen, es hätte zum Rennen gepasst.“ Vermutlich wäre es Platz vier geworden, so wurde sie Zwölfte. „Es geht vorne ganz eng zu, denn der IBU-Cup ist aktuell saustark besetzt“, sieht sich Nadine Horchler, die immer noch mit einer Chance im Weltcup liebäugelt, im Aufwärtstrend. Die zehnte Zeit auf der Strecke ließen sie nach 22:28,8 Minuten mit 50,3 Sekunden Rückstand auf ihre jüngere Schwester ins Ziel kommen.

Gemeinsam Zweite in Mixed-Staffel

Im letzten Wettbewerb vor der Weihnachtspause standen die Horchlers in der deutschen Mixed-Staffel. Startläuferin Nadine übergab an Position eins mit 1,6 Sekunden Vorsprung an Karolin. Die leistete sich ebenfalls nur einen Nachlader und baute die Führung auf 32,3 Sekunden auf Frankreich aus. Die deutschen Männer Roman Rees und David Zobel blieben dank einiger Nachlader zwar auch fehlerfrei, mussten den Sieg aber dem französischen Quartett mit 32,4 Sekunden Rückstand überlassen.

Leyhe fehlt die richtige Idee

Nicht seinen besten Tag erwischte Stephan Leyhe beim ersten Weltcup der Skispringer in Engelberg. Während Richard Freitag nur um 0,1 Punkte den Sieg gegen Anders Fannemel aus Norwegen verpasste, musste sich der Weitenjäger vom SC Willingen als fünftbester Deutscher mit Rang 25 zufriedengeben. „Es will noch nicht so ganz funktionieren dieses Wochenende“, erklärte er vor laufender TV-Kamera. Zweimal landete er bereits bei 118,0 Metern. „Mir fehlt noch die Idee dafür, wie ich hier die zehn Meter zulegen kann.“ Fannemel etwa sprang 133,0 und 127,7, für Freitag konnten 124,5 und 129,5 notiert werden. Dritter wurde der polnische Olympiasieger Kamil Stoch mit 125,5 und 129,0.

Im zweiten Springen, das Richard Freitag überlegen gewann, zeigte die Formkurve von Leyhe nach oben. Mit zweimal 129,0 Metern erreichte der Schwalefelder den 18. Platz. "Zum Glück habe ich doch noch ein bisschen Frieden mit der Schanze geschlossen", verabschiedet er sich in die Weihnachtspause.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare