Biathletin holt bei der Weltcup-Verfolgung 21 Plätze auf - als drittbester Deutsche auf Platz 17

Karolin Horchler meldet WM-Ambitionen an

+
Gute Verfolgerin: Karolin Horchler wusste bei ihrem Heim-Weltcup in Ruhpolding zu gefallen. Foto: dpa

Einmal ohne Schießfehler durchkommen. Dann wäre Karolin Horchler die WM-Teilnahme wohl nicht mehr zu nehmen.

Ruhpolding - Einmal ohne Schießfehler durchkommen. Dann wäre Karolin Horchler die WM-Teilnahme wohl nicht mehr zu nehmen. Wenn die gebürtige Ottlarerin gestern beim Weltcup-Verfolgungsrennen über 10 Kilometer in ihrer Wahlheimat Ruhpolding vor rund 22 000 Zuschauern alle 20 Scheiben getroffen hätte, wäre sie in den Top ten gelandet. So wurde es Rang 17 mit zwei Schießfehlern und knapp zwei Minuten Rückstand auf die Siegerin. Sie machte damit gegenüber Platz 38 im Sprintrennen 21 Plätze gut.

Obwohl Horchler sich schon etwas darüber geärgert hat, dass ihr nur zwei Sekunden für einen Top-15-Platz fehlten, war sie „superzufrieden“ mit ihrem Wettkampf. Es sei kein einfaches Rennen gewesen, erst der Schneefall, dann sei die Strecke spiegelig geworden und man habe keinen guten Halt mehr auf den Skier gehabt, erklärte Horchler auf WLZ-Anfrage.

Die gebürtige Ottlarerin, die für den WSV Clausthal-Zellerfeld startet, musste sich in den vergangenen Jahren stets schwaches läuferisches Vermögen vorwerfen lassen, aber daran hat sie gearbeitet. „Ich habe heute die elftschnellste Nettozeit erreicht, diese Laufleistung stimmt mich positiv und ich merke, dass meine Form ansteigt.“ Doch das Wort Weltmeisterschaft möchte sie noch nicht in den Mund nehmen. „Ich gehe mit dieser Leistung erst einmal gut gestimmt in die nächsten Rennen.“

Die Null stand bei diesem Rennen nur bei einer Starterin, nicht einmal die norwegische Siegering Tiril Eckhoff schaffte das. Sie lief aber mit einer Fahrkarte der Konkurrenz auf und davon und kam nach 34:08.7 Minuten ins Ziel lief.

Das Rennen begann auch für Horchler gut. Sie räumte beim ersten und zweiten Schießen alle Scheiben ab, aber beim dritten erwischte es sie und die 30-Jährige musste zweimal in die Strafrunde. Beim letzten Schießen ging alles gut und mit der zweitbesten Laufzeit aller deutschen Teilnehmerinnen, kann sie sich berechtigte Hoffnungen auf einen Startplatz für die Weltmeisterschaft in Antholz (Südtirol) machen.

Die beste deutsche Verfolgerin war Denise Herrmann auf dem sechsten Platz. Bei der WM-Generalprobe leistete sich die Weltmeisterin drei Schießfehler und verbesserte sich nach Platz 19 im Sprint um 13 Positionen. Sie hatte 1:11,8 Minuten Rückstand auf Eckhoff.

Rang zwei sicherte sich Paulina Fialkova aus der Slowakei vor der Schwedin Hanna Öberg.

Franziska Preuß kam nach zwei Strafrunden als Zwölfte ins Ziel. Einen erneuten Rückschlag am Schießstand musste Vanessa Hinz hinnehmen. Die Sprint-Achte, die beim vierten Platz in der Staffel bereits zwei Strafrunden geschossen hatte, leistete sich erneut vier Fehler und rutschte auf Rang 21 zurück. Maren Hammerschmidt beendete das Verfolgungsrennen auf Rang 28.  rsm/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare