Ottlarer Biathletin nach Platz acht beim IBU-Cup in Beitostölen für Weltcup-Auftakt nominiert

Karolin Horchler qualifiziert sich

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- Beitostölen (ni/jh). Die 25 Jahre alte Sportsoldatin, die am Samstag Rang 21 über die 7,5-Kilometer-Sprintstrecke belegt hatte, wird ab Donnerstag beim Saisonauftakt in Östersund ihr Weltcup-Debüt geben. Dagegen reichten ihrer älteren Schwester Nadine die Plätze 50 und neun nicht aus.

Neben Karolin Horchler sicherte sich Luise Kummer (SV Eintracht Frankenhain) durch ihre Ränge fünf und sieben das zweite noch zu vergebende Ticket für die Rennen in Östersund. Für diese hatte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig bereits Miriam Gössner, Franziska Hildebrand, Franziska Preuß und Vanessa Hinz nominiert. „Gestern lief es leider nicht gut. Ich habe mich im Ski vergriffen“, sagte Karolin Horchler am Sonntag zu ihrem 21. Rang (22,38,7 Minuten/ein Schießfehler) am Vortag. „Heute viel besser. Am Schießstand lief es super. Läuferisch war es okay, aber noch nicht optimal“, fügte sie nach ihrem achten Rang am Sonntagnachmittag im Sprint hinter Kummer (21,56,7 Minuten/zwei Schießfehler) in 21,59,9 Minuten und direkt vor ihrer Schwester Nadine, die in 22,02,6 Minuten ebenfalls ohne Schießfehler geblieben war, an.Am Sonntag siegte die Russin Jewgenja Seledzowa (21,25,3 Minuten) vor der Französin Justine Braisaz und der Weißrussin Iryna Kryuko.

„Ich freue mich riesig“

„Ich freue mich riesig und bin echt gespannt, was da auf mich zukommt“, blickt Karolin Horchler, die mit der deutschen Mannschaft heute vom norwegischen Beitostölen ins schwedische Östersund weiterreist, voraus. Mit der Athletin vom WSV Clausthal-Zellerfeld freute sich natürlich auch ihre drei Jahre ältere Schwester Nadine über deren erstmalige Qualifikation für ein Weltcup-Rennen. „Das ist super. Karolin hatte ja schon den Bonus von den Qualifikationsrennen. Sie hat sich ihren ersten Start im Weltcup wirklich verdient“, sagte Nadine Horchler. „Am Samstag war ich richtig schlecht. Sowohl beim Laufen als auch beim Schießen“, sagte die für den SC Willingen startende Skijägerin über ihren enttäuschenden 50. Rang in 23,42,2 Minuten, bei dem sie nach zwei Schießfehlern 2,06,4 Minuten Rückstand auf Weronika Nowakowska-Ziemniak hatte. Die Polin siegte vor der Norwegerin Bente Landheim und Fuyuko Suzuki aus Japan.„Am Sonntag war es schon deutlich besser. Das Schießen lief gut mit null Fehlern und das Laufen hat sich zumindest mal wieder wie Laufen angefühlt. Auch wenn es noch nicht so gut wie im Training war“, bilanzierte Nadine Horchler nach dem „Schritt in die richtige Richtung. Nach den letzten schlechten Rennen kann die Saison jetzt richtig losgehen“, sagte die 28-Jährige, die heute mit der Fähre nach Deutschland zurückkehrt und ab dem 13. Dezember am IBU-Cup in Martell (Südtirol) teilnehmen wird.

„Nächste Chance suchen“

„Ich wollte zurück in den Weltcup. Aber jetzt muss ich in Martell beim zweiten IBU-Cup des Winters meine nächste Chance suchen“, sagte Nadine Horchler, während Konkurrentin Kummer bereits am Samstagnachmittag mit Platz fünf, bei dem sie Rang drei nur um zehn Sekunden verpasste, hatte aufhorchen lassen.Wie Nadine Horchler wurde auch die Ex-Staffel-Weltmeisterin Tina Bachmann, die am Samstag Neunte wurde und am Sonntag nur auf Rang 18 gekommen war, nicht für den Weltcup in Östersund nominiert, bei dem am Donnerstag das Rennen über 15 Kilometer stattfindet, ehe am Wochenende die Sprints und Verfolgungsrennen das erste Weltcup-Wochenende beschließen werden. (mit dpa)

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