Weltcup-Start in Oberhof offen

Karolin Horchler: Die Hoffnung bleibt

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Pech im Schießstand: Karolin Horchler (Archivbild).

Nove Mesto. Als die Kolleginnen sich für den Massenstart warmliefen, saß Karolin Horchler schon im Auto. Auf dem Weg in die alte Heimat und Weihnachten bei der Familie. Die Biathletin aus Ottlar kehrte dem Weltcup in Nove Mesto/Tschechien einigermaßen frustriert vorzeitig den Rücken.

Nach Platz 27 im Sprint stand sie in der Verfolgung am Samstag nur als 48. im Ranking. Sieben Fehlschüsse ließen einen besseren Abschluss des Jahres nicht zu.

Wie geht’s jetzt weiter? Diese noch offene Frage treibt die Athletin des WSV Clausthal-Zellerfeld um. Über die Feiertage, die sie in der Heimat im Upland verbringt, will sie im Kreis der Familie allerdings erst mal abschalten,  den Kopf freibekommen und die Füße hochlegen. Erst Ende der Woche will sie wieder leicht trainieren. Weltcup-Einsätze hatten ihr die Trainer nur bis Weihnachten garantiert.

"Sehen, wie alle drauf sind"

 Am 10. Januar steht in Oberhof das erste Rennen im neuen Jahr im Kalender. „Ich habe die Hoffnung, dass ich wieder dabei bin. Letztlich muss sich erst zeigen, wie alle drauf sind und ob alle gesund sind“, sagte die 29-Jährige. Laura Dahlmeier etwa verzichtete an diesem Sonntag auf den Massenstart, um sich zu schonen.

Die Platzierungen auf den drei Weltcup-Stationen bisher laden Horchler nur bedingt zum Optimismus ein. Zum Vorzeigen steht Sprint-Rang 14 von Hochfilzen zu Buche. Der Verfolger am Samstag war ein Tiefpunkt. Nur bis zum zweiten Schießen war Horchler auf Kurs. Dann schoss sie dreimal daneben. 

Den Kopf nicht so frei wie nötig

Die Bedingungen bei tückischem Wind waren schwierig, überhaupt nur zwei Frauen blieben fehlerlos. „Es kam darauf an, wann man am Schießstand war. Beim ersten Schießen war ich da, wo wir auch angeschossen haben. beim zweiten weiter hinten.“ Nach vier weiteren Fehlschüssen war die Messe gelesen.

Für Karolin Horchler reiht sich Nove Mesto ein in einen durchwachsenen Saisonstart – angefangen mit mäßigen Bedingungen bei der Vorbereitung in Norwegen und den belastenden Schmerzen in den Schienbeinen. Es habe sich vieles angestaut, sagt sie. „Wenn das Körperliche noch dazukommt und es nicht so super läuft, dann macht der Kopf auch nicht mehr mit. Und dann kommen solche Ergebnisse raus. Biathlon ist eben knallhart.“

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