TSV-Abwehrchef setzt auf einen Sieg heute im Topspiel gegen Wesertal

Korbacher Handballer Lukas Westmeier zieht es hoch hinaus

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Ist im Topspiel gefordert: Der Korbacher Lukas Westmeier will wie auf unserem Archivbild gegen den Hofgeismarer Christopher Gerhold auch gegen die HSG Wesertal zum Torerfolg kommen. 

Korbach – Beruflich zieht es Lukas Westmeier hoch hinaus. Und zwar ziemlich weit nach oben, denn 26-Jährige ist als Techniker für Windkraftanlagen in Nordhessen unterwegs – oft oben im Maschinenhaus. Auch sportlich soll es für den Handballer des TSV Korbach nach oben gehen.

Korbach.  Der Abwehrchef will mit dem Bezirksoberligateam aus der Kreisstadt den Meistertitel holen. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg ist das Topspiel heute gegen den punktgleichen Spitzenreiter HSG Wesertal (18.30 Uhr, Kreissporthalle).

„Ich denke, unsere Chancen sind gut“, sagt der in Höringhausen wohnende Westmeier selbstbewusst und weist auch auf den Sieg gegen die TG Wehlheiden aus der vergangenen Saison hin. „Gerade zu Hause haben wir gezeigt, dass wir gegen jeden Gegner gewinnen können.“

Besonders als Abwehrchef ist Westmeier gegen die HSG gefordert, die im Schnitt fast 33 Tore pro Spiel erzielt hat. „Aber schon im Hinspiel hatten wir sie ganz gut im Griff“, erinnert sich Westmeier an die 22:25-Niederlage im September – die einzige Niederlage, die der TSV in dieser Spielzeit bislang kassierte.

Westmeier ist als Abwehrchef in Korbach mittlerweile unverzichtbar. Der 26-Jährige ist Führungsspieler, reißt seine Mitspieler mit. „Er ist ein ganz wichtiger Baustein im Mittelblock für uns“, weiß Trainer Harald Meißner, der Westmeier die dritte Saison trainiert.

Eine Beziehung, die zu Beginn nicht die einfachste war. „Ich habe nicht immer die Anweisungen meines Trainers befolgt“, gibt Westmeier unumwunden zu. Gerade der Torabschluss und unnötige Zeitstrafen Westmeiers waren Konfliktpunkte. Mittlerweile ist das auf beiden Seiten vergessen.

„Man hat gesehen, dass er sich weiterentwickelt hat, weil er an sich gearbeitet hat“, lobt Meißner und hebt Westmeiers verbesserte Quote im Abschluss hervor – mit der Chancenverwertung hatte der Kreisläufer oft seine Probleme. „Er ist nicht mehr so hektisch, wenn er frei zum Wurf kommt“, sagt Meißner.

In Korbach hat Westmeier mittlerweile seine sportliche Heimat gefunden, obwohl er seine gesamte Jugend bei der HSG Twistetal verbracht hat. Direkt nach seiner A-Jugendzeit bekam er die Chance, beim TSV in der ersten Mannschaft zu spielen und nutzte sie. Entstanden sind viele enge Freundschaften, zum Beispiel zu Dave Alscher oder dem ehemaligen Spielmacher Robert Müller.

Onkel und Opa Twistetaler Orginale

Dennoch war die Zeit des Wechsels nicht immer einfach, da seine Familie tief bei der HSG Twistetal verwurzelt ist. Seine Mutter Anja spielte unter ihrem Mädchennamen Stracke jahrelang bei den Frauen der HSG, sein Onkel Joachim Stracke und sein Großvater Fritz Stracke sind bekannte waschechte Twistetaler Handball-Originale.

„Ihnen hat es am Anfang vielleicht ein wenig mehr ausgemacht. Aber das ist mittlerweile gegessen“, sagt Westmeier und lacht. Seine Mutter wird gegen Wesertal wie immer auf der Tribüne der Kreissporthalle sitzen, zumal ja auch Westmeiers Bruder Till beim TSV spielt. Für das Topspiel ist Lukas Westmeier selbstbewusst. „Ich tippe auf einen 29:25-Erfolg für uns.“ (tsp)

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