Bezirksoberliga: Till Westmeier lässt TSV im Hit jubeln

Korbacher Handballer siegen 24:23 gegen Wesertal

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Riesenjubel: Die Korbacher Handballer feier n ausgelassen ihren nicht mehr für möglich gehaltenen 24:23-Erfolg im Spitzenspiel über die HSG Wesertal. 

In einem Herzschlagfinale hat sich der TSV Korbach den Sieg im Spitzenspiel der Handball-Bezirksoberliga gesichert. Nach dem 24:23 (11:12) über die HSG Wesertal holten sich die Kreisstädter die Tabellenführung zurück.

Als Lukas Westmeier für den TSV 25 Sekunden vor dem Schluss zum 23:23 ausglich, waren die Korbacher Fans in der Kreissporthalle froh über den einen Punkt. Doch es sollte noch besser kommen. Ausgerechnet dem bis dato starken Manuel Theiß unterlief ein kapitaler Fehler. Er versuchte einen Bodenpass auf einen Mitspieler, diesen stibitzte Till Westmeier, der zwei Sekunden vor dem Ende den umjubelten Siegtreffer erzielte. Ein Siegtreffer, mit dem wohl kaum noch einer gerechnet hatte, lagen die Kreisstädter doch nach 47 Minuten verdient mit 16:21 in Rückstand.

„Wir waren klar die bessere Mannschaft. Korbach war zu diesem Zeitpunkt tot“, so HSG--Coach Frank Rossel, der zur entscheidenden Szene sagte: „Den Ball darf ich so nicht spielen. Den werfe ich entweder unter das Hallendach oder spiele ihn zurück.“ Er attestierte seinem Team das „beste Saisonspiel“. 

Die 21:16-Führung hatte sich die HSG in Halbzeit zwei redlich verdient, nachdem sich im ersten Abschnitt eines von zwei starken Abwehrreihen geprägten Spiels keine Mannschaft absetzen konnte. Auch der zweite Abschnitt begann ähnlich, erst ab dem 15:15 (38.) zog der Gast davon. Korbach spielte in dieser Phase im Angriff zu hektisch und vergab gegen Tobias Wellhausen im Wesertaler Tor reihenweise Chancen.

Beim 16:21 (47.) schien das Spiel entschieden. Doch Korbach stellte einmal mehr seinen Ruf als „Mentalitätsmonster“ unter Beweis. Aufgeben? Die Köpfe hängen lassen? Nicht mit dem TSV. „Die Mannschaft weiß, dass wir erst nach 60 Minuten oben auf die Anzeigetafel schauen“, so Trainer Harald Meißner. Der stellte seine Abwehr zunächst auf eine 4:2-Formation um, Wesertal bekam Probleme, die noch dadurch verstärkt wurden, dass sich Mirko Dworog wegen der Beleidigung eines Gegenspielers die Rote Karte einhandelt hatte (43.).

 Der TSV glich nach zehn Minuten ohne HSG-Tor beim 21:21 durch einen Siebenmeter von Dave Alscher 100 Sekunden vor Schluss erstmals wieder aus. Wesertal ging zwar noch zweimal in Führung, aber der TSV egalisierte mit 700 Fans im Rücken postwendend und erzielte noch den Siegtreffer.

Meißner: „Ein Sieg des Willens"

„Es war ein Sieg des Willens. Keiner von uns hat sich hängen lassen. Alle haben an sich geglaubt“, lobte Meißner wie so oft in dieser Saison die Einstellung seiner Mannschaft in einem sehr guten Spitzenspiel. (tsp)

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