Tumulte und Tätlichkeiten im Landesliga-Kellerduell

Kampfspiel mit Nachspiel: Korbachs Handballer verlieren 29:30

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Da war was los: Beim Stand von 29:30 elf Sekunden vor Schluss lieferten sich die Spieler des TSV Korbach und der TG Rotenburg (gelbe Trikots) minutenlange Rangeleien.

Korbach. Unter skandalösen Umständen ist das Handball-Landesligaspiel der Korbacher Männer bei der TG Rotenburg zu Ende gegangen. Minutenlang gab es in der Schlussminute eine Unterbrechung wegen Tätlichkeiten und anderen Rangeleien. Rein sportlich stand eine bittere, knappe Niederlage der Hansestädter.

Rotenburg – Korbach 30:29 (17:14).
Florian Ochmann war noch lange nach dem Spiel geschockt von den Vorkommnissen. „So ein Spiel habe ich tatsächlich in meiner Karriere noch nicht erlebt, muss ich sagen“, so der Korbacher Trainer. Sein Gegenüber Uwe Mäusgeier von der TG Rotenburg stellte fest: „Im Abstiegskampf kochen die Emotionen halt hoch.“ In diesem Fall stimmt das nicht ganz. Sie kochten über. 

In der Schlussminute erlebte das brisante Kampfspiel seinen negativen Höhepunkt. Bei der wohl letzten Wurfaktion wird Korbachs Christoph Reinbold von Christian Eimer mit einem Foul gestoppt, darauf geraten beide ins Straucheln und gehen zu Boden. Daraus resultierte eine „Rudelbildung“, beide Clubs berichteten darüber, dass einer ihrer Spieler gezielt geschlagen worden sei. 

Die Tätlichkeiten führten zu anhaltenden Rangeleien und Tumulten an mehreren Schauplätzen in der Halle. Die Schiedsrichter verhängten je eine Rote Karten hüben wie drüben. Die skandalösen Szenen werden freilich ein Nachspiel haben.

Unabhängig davon wurde das Spiel von einem Zwischenfall in der 27. Minute überschattet, bei dem ein Rotenburger Spieler nach einem Schlag bei einer Abwehraktion mit einem eingedrückten Kehlkopf mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Es ging ihm aber am Sonntag wieder besser. (schä/ws)

Bezirksoberliga Männer
Viktoria Bettenhausen – HSG Bad Wildungen/ Friedrichstein/ Bergheim 23:15 (11:8).

Nach einem sehr guten Start brachten sich die Wildunger um ein besseres Ergebnis, weil sie sich trotz ordentlich herausgespielter Szenen eine zwölfminütige Null-Tore-Flaute leisteten und dadurch mit acht Toren iN Rückstand gerieten.

Mehr über die Tumulte und zur Leistung der Korbach sowie über die übrigen Spiele lesen Sie in der WLTZ vom Montag!

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