Bad Berleburger Timo Böhl überragt

Kraxler am Mühlenkopf: Schwere Beine und einer neuer Streckenrekord

Freude: Sieger Timo Böhl (Mitte), der Zweite Jan Philipp Weller (links) und der Dritte Dominik Weise.
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Freude: Sieger Timo Böhl (Mitte), der Zweite Jan Philipp Weller (links) und der Dritte Dominik Weise.

Auch die langjährige Weltklasse-Biathletin Nadine Horchler war wieder dabei, als am Wochenende zum dritten mal die Schanze in Willingen hinaufgekraxelt wurde.

Willingen – Der Bad Berleburger Timo Böhl sorgte in 4:37,44 Minuten beim Fun Run für einen neuen Streckenrekord beim 3. Mühlenkopf-Kraxler. Er löste Lars Fischer ab, der bei der Premiere 5:08 Minuten gebraucht hatte. Bei den Frauen stürmten Franziska, Maria und Jolanda Espeter hintereinander auf das Treppchen. Besonders viel Spaß bereiteten die Staffeln mit Namen wie „Bergfex“, „the Big Beer Theory“ oder „Tüppel-Sprinter“ auf den vorderen Plätzen.

Auch die frühere Weltklasse-Biathletin des Ski-Clubs Willingen, Nadine Horchler, war wieder in ihrem Element. „Ich hatte erstmals nach anderthalb Jahren wieder eine Startnummer um. Es war richtig schön in der Staffel zu laufen. Wir sind Zweiter geworden. Ich habe den Mittelteil gemacht und hatte ehrlich gesagt leicht vergessen, wie anstrengend das war“, gestand sie. „Ja, das brennt es schon in den Oberschenkeln. Eine tolle Veranstaltung, viel los, wie immer tolles Wetter und da freue ich mich schon auf das nächste Mal“, fügte die in Mittenwald lebende Upländerin an.

Wenn die Beine brennen: Beim Kraxler geraten die Teilnehmer meist an ihre Grenzen.

Sie staunte nicht schlecht über die tollen Bestleistungen bei den Männern, die vom Auslauf an Richtung Adler-Horst stürmten, also von unten nach oben, und das manchmal gar auf allen Vieren. Ski-Club Präsident Jürgen Hensel sprach von „einer insgesamt super Veranstaltung,“ mit 242 Teilnehmern, die nach der dritten Austragung auch im nächsten Jahr wieder eingeplant ist.

Mühlenkopf-Kraxler: Je höher, desto härter

Das Einzugsgebiet, aus dem die Aktiven kamen, ist in diesem Jahr beim dritten Durchgang noch einmal erheblich größer geworden. Zunächst traten Gruppen als Staffeln gegeneinander an. Ging es im unteren Bereich noch zügig voran, mussten ab ungefähr einem Drittel der Strecke die Hände zur Hilfe genommen werden, aus Laufen wurde krabbeln.

Je höher es ging, umso härter wurde es. Ab dem Schanzentisch ging es dann wieder aufrecht die Treppenstufen hoch bis zum Absprung. Die Zuschauer sahen Kampf um Meter und Sekunden bis über die körperlichen Grenzen.

„Das mittlere Stück war mega hart“, sagte Teilnehmer Alexander Lehmann, der mit Frau und Kind eigens aus Köln angereist und nach dem Lauf richtig platt war. Er habe sich zwar durch Waldläufe auf den Kraxler vorbereitet, aber gebracht habe dies nicht viel. Es komme auch sehr auf griffiges Schuhwerk an. (hpo/be)

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