Hesperinghäuser kämpft um seine fußballerische Zukunft

Lamotte: So will ich nicht aufhören

- Berlin/Hesperinghausen (ni). Als Fußballer hat er viele schöne Momente genossen. Momentan aber ist
er ganz unten. Fabian 
Lamotte, seit Sommer 2010 als Fußballprofi arbeitslos, muss jetzt auch noch einen Riss der Achillessehne verkraften.

Es geschah im Februar im Training bei der U 23 von Hertha BSC, bei Übungen zur Steigerung der Sprungkraft. „Ich habe es gleich gemerkt“, erinnert sich Lamotte an den Knall an der rechten Ferse, die immer schon mal Probleme bereitet hat. Sein erster Gedanke: „Das war es mit dem Profifußball.“ Den hat er aber längst wieder verworfen. „Und so will ich auch nicht aufhören“, sagt der 28-jährige Hesperinghäuser fast trotzig.

Er will sich wieder herankämpfen, will wieder seinem Beruf als Fußballer nachgehen. „Das waren drei schöne, auch relativ erfolgreiche Jahre“, blickt Lamotte auf seine letzte Station bei Sturm Graz zurück. Er war in 93 Spielen Stammkraft hinten links in der Viererkette, wurde Pokalsieger. Als im letzten Sommer der österreichische Erstligist seinen Vertrag nicht verlängerte, hoffte er auf eine weitere Chance in Deutschland. „Das war immer mein Ziel.“

Groß geworden in der Schalker Jugend, unterschrieb Lamotte bei den „Königsblauen“ 2005 seinen ersten Profivertrag. Durchsetzen konnte er sich dort in seinen zehn Bundesliga-Einsätzen (ein Tor) nicht, über 1860 München fand der ehemalige U20-Nationalspieler 2007 den Weg nach Graz.

Nach dem Abschied aus der Alpenrepublik gestaltete sich die Suche nach einem neuen Verein aber schwieriger als erwartet. Auch weil Lamotte möglichst wieder in der 1. oder 2. Bundesliga spielen wollte. „Deshalb habe ich einige Angebote ausgeschlagen“, unter anderem eins von Drittligist 1. FC Saarbrücken. Die Saison 2010/11 startete schließlich ohne den Waldecker. Er hielt sich bei den Hertha-Amateuren fit, denn er war von Graz aus nach Berlin gezogen, in die Heimatstadt seiner Freundin Karolin.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Donnerstag, 31. März.

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