Handball: Bad Wildungen scheitert im Halbfinale des Final-Fours

Leipzig und Oeversee spielen Titel aus

- Bad Wildungen (tsp). Die SG Oeversee/Jarplund/Weding und der HC Leipzig spielen am Sonntag den deutschen Meistertitel der weiblichen Jugend A aus. Beide Teams setzten sich in ihren Halbfinalspielen am Samstag durch. Der HC Leipzig gewann nach harten Kampf gegen die SG Spandau mit 32:30 (12:13), Titelverteidiger SG Oeversee ließ Gastgeber Bad Wildungen beim 34:24 (18:15) keine Chance.

Somit wird die HSG Bad Wildungen am Sonntag ab 11 Uhr im kleinen Finale um den dritten Platz spielen. Das Finale wird dann um 13 Uhr angepfiffen.

SG Oeversee/Jarplund-Weding - HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim 34:24 (18:15). Am Ende setzte sich der Titelverteidiger klar durch und auch verdient, da die Gastgeber nur selten an die in den letzten Spielen gezeigten Leistungen anknüpfen konnten. Die HSG begann sehr nervös und lief von Beginn an einem Rückstand hinterher. Vor allem in der Abwehr hatten die Bad Wildungerinnen Probleme, agierten vielfach zu offensiv und kassierten viele Tore über den Kreis. Auch über die Außenpositionen konnten sich die Norddeutschen gut in Szene setzen. Da auch beide Torhüterinnen einen rabenschwarzen Tag erwischt hatten und in der ersten Hälfte kaum einen Ball hielten, konnte Bad Wildungen nie das gefährliche Tempospiel aufziehen. Dennoch war das Spiel noch zur Halbzeit beim 15:18 offen. Im zweiten Durchgang stellte Trainer Markus Berchten in der Abwehr auf eine 6:0-Formation um und brachte Svenja Ochmann im Rückraum.Kurzzeitig kam Hoffnung bei den vielen Bad Wildunger Fans auf, als die HSG auf zwei Tore verkürzte und zweimal die Chance auf den Anschlusstreffer hatte (18:20). Eine doppelte Unterzahl sorgte dann aber für die Vorentscheidung, die Gäste zogen auf 24:18 davon. In den Schlussminuten gaben sich die Gastgeberinnen zusehends auf, die SG Oeversee kam zum am Ende verdienten Sieg. "Unsere Gäste waren auf jeder Stufe ein bisschen besser" gab Berchten zu. "Wir haben nicht 100 Prozent gebracht, das war der Unterschied." Sein Gegenüber Herluf "Shorty" Linde war dagegen prächtig gelaunt: "Wir haben den Ball super laufen lassen. Das war toll."

SG ASC/VFV Spandau - HC Leipzig 30:32 (13:12). Die Zuschauer sahen ein spannenden und gutklassiges zweites Halbfinale, in dem sich der Bundesliganachwuchs am Ende dank der besseren Kraftreserven und des ausgeglicheneren Kaders durchsetze. Bis es soweit war, mussten die Sächsinnen aber ein hartes Stück Arbeit verrichten. Zunächst lagen die Berlinerinnen mit zwei Toren in Führung. Erst in der 19. Minute schien Leipzig besser ins Spiel zu kommen und drehte die Partie (10:8). Nach einer Auszeit stand die aggressive 6:0-Abwehr Spandaus wieder sicher, bis zur Halbzeit lagen sie wieder mit einem Treffer in Front (13:12). Die Führung hielt die SG auch Anfang des zweiten Abschnitts. Doch ab der 40. Minute schlichen sich Unkonzentriertheiten im Angriff ein: Viele Einzelaktionen führten zu verlorenen Bällen, Leipzig nutzte dies aus und ging erstmals nach 47 Minuten mit drei Toren in Führung (22:19). Zwar gaben sich die Spandauerinnen nicht auf, am Ende fehlte jedoch sichtbar die Kraft, um der Partie noch eine Wende zu geben.

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