Entscheidung fällt erst im letzten Rennen

Epper Leon Emde gewinnt die deutsche Meisterschaft im Rallye-Cross

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So sehen Sieger aus: Leon Emde von der RSG Aartal Eppe holte sich den Deutschen Meistertitel in der Rallye-Cross-Klasse 11.

Eppe – Der 15-Jährige Leon Emde aus Eppe ist ein ganz normaler Jugendlicher. Sein Hobby ist jedoch außergewöhnlich. Regelmäßig fährt er mit seinem eigenen Rallye-Cross-Auto.

Der 15-Jährige Leon Emde aus Eppe hat es geschafft. In der Jugendklasse holte er sich den Titel in der bundesweiten Meisterschaftsserie des DRCV (Deutscher Rallye Cross Verband); er ist also deutscher Meister. „Ich freue mich riesig über diesen Erfolg. Wir haben die ganze Saison hart dafür gearbeitet und ich bin viele Rennen gefahren“, sagt Leon Emde.

Seine Freunde sind von seinem besonderen Hobby begeistert. Der Motorsportler berichtet: „Gerade bei Rennen hier in der Gegend kommen immer Freunde von mir vorbei und feuern mich an. Das pusht mich total.“ Ans Steuer lässt er sie aber nicht. „Die würden schon gerne mal fahren“, sagt der Epper schmunzelnd.

Auf den Rennsport aufmerksam geworden ist Leon durch seinen Vater und seinen Onkel. „Meine Familie ist total motorsportverrückt. Schon seit fünf Jahren fahre ich nun im Team ‘LMS Racing – Young Generation’ und bin total fasziniert.“

"Mein großes Vorbild ist Walter Röhrl"

Leons großes Ziel ist es, den Motorsport professionell betreiben zu können. „Meine großes Vorbild ist neben meinem Vater und meinem Onkel der Rennfahrer Walter Röhrl“, berichtet Leon.

Für dieses große Ziel arbeitet der Jugendliche hart. „Das ganze Team ist häufig mit dem Wagen beschäftigt. Mehrmals die Woche schrauben wir in der Werkstatt und wollen das Auto ständig verbessern.“

Am Wochenende finden dann die Rennen in ganz Deutschland statt. In dieser Saison waren es insgesamt zehn. „Das nimmt natürlich viel Zeit in Anspruch, aber die investiere ich gerne. Schrauben gehört für mich genau so dazu, wie das eigentliche Fahren.“ Trainingsfahrten kann Leon nämlich nur vor den Rennen machen; wichtig, um die Strecke kennenzulernen.

Auf und davon: Leon Emde (vorne) belegte bei seinem Heimrennen beim Autocross in Eppe den dritten Platz. Hinter ihm ist der liegen gebliebende Erik Lange, der ebenfalls für den RSG Aartal Eppe startet.

„Das ich in diesem Jahr so erfolgreich bin, habe ich nicht erwartet. Mein Ziel vor des Saison war es, am Ende unter den besten vier Fahrern zu sein.“

Von Rennen zu Rennen besser gefahren

Schnell zeigte sich jedoch, dass Leon einer der besten Fahrer der Klasse 11 ist. Nach der Vize-Meisterschaft im Vorjahr lief es von Rennen zu Rennen besser; schnell war klar, dass er zu den besten drei Fahrern gehört. „Unsere Erwartungen waren bereits übertroffen, doch ich war mir sicher, dass da noch mehr geht“, blickt Leon zurück.

Vor dem letzten Rennen konnten schließlich nur noch Leon und sein größter Konkurrent, Justin Saballa aus Herben, den Titel holen. Der Deutsche Meister aus dem vorigen Jahr präsentierte sich wieder sehr stark, konnte aber nicht an Leon vorbei ziehen, der letztlich zwei Pünktchen mehr hatte in der Gesamtwertung.

Am 9. November steht nun die „Gala der Sieger“ an, bei der Leon Emde noch einmal für seine Leistung geehrt und ausgezeichnet wird. Auch im nächsten Jahr möchte er – dann in der nächst höheren Renn-Klasse – angreifen und sich wieder den Titel in der Deutschen Meisterschaft holen. 

Von Silas Klöcker

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