Relegation zur Gruppenliga: Aufstieg für SG Goddelsheim/Münden „kein Muss“

Lopez-Röhle nimmt den Druck

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Will seinen Kasten gegen Zierenberg sauber halten: Manuel Mitze, Torwart der SG Goddelsheim/Münden.Foto: Worobiow

Korbach - Nach zwei Jahren Abwesenheit klopft die SG Goddelsheim/Münden wieder an die Tür der Fußball-Gruppenliga. Der Vizemeister der Kreisoberliga trifft im ersten von drei Relegationsspielen auf den TSV Zierenberg.

Die Generalprobe­ ist gründlich danebengegangen. Im letzten Punktspiel der Saison haben die Lichtenfelser eine peinliche 1:3-Heimiederlage gegen den VfR Volkmarsen kassiert. Kein Grund zur Beunruhigung für Spielertrainer Miguel Lopez-Röhle vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr) in Freienhagen gegen den Drittletzten der Gruppenliga. „Wichtig war für uns, verletzungsfrei zu bleiben und Spaß zu haben“, betont Lopez-Röhle.

Letzteres hat nicht so gut geklappt, aber das soll gegen Zierenberg nachgeholt werden. „Wir freuen uns auf die Relegation. Die Mannschaft kann ohne Druck aufspielen“, sagt der Coach, für den der Aufstieg „kein Muss“ ist.

Umgekehrt sind die Vorzeichen beim TSV. Nach fünf Niederlagen in Folge, darunter die deutlichen 0:5- und 0:6-Klatschen in Korbach und gegen die SG Rhoden/Schmillinghausen, hatten die Zierenberger in ihrem letzten Punktspiel viel Spaß. Die bezwangen völlig überraschend die SG Bad Wildungen/Friedrichstein, beste Mannschaft der Rückrunde, mit 3:1 und verhinderten auf den letzten Drücker den Direktabstieg.

Die Gründe für den unerwarteten Erfolg hat Trainer Falko Möller schnell parat: „Wir haben unser System nach der Bad Wildunger Spielweise ausgerichtet. Wenn Carsten Laun und Waldemar Schubert ausgeschaltet sind, kommt da nicht mehr viel.“

Gegen die Lichtenfelser wird Möller nicht so einfach in die Taktiktrickkiste greifen können. „Der KOL-Vizemeister ist für mich ein völlig unbeschriebenes Blatt. Ich kenne weder die Mannschaft noch einzelne Spieler“, gibt er zu. Bauen wird der Trainer wieder auf eine Reihe von Jugendspielern, die „ihre Sache gegen Wildungen sehr gut gemacht haben“. Dennoch werde die Mannschaft im Vergleich zu vergangenem Samstag ein anderes Gesicht haben. „Aber da lassen wir uns vorher nicht in die Karten schauen.“

Miguel Lopez-Röhle hofft trotzdem, Hinweise auf Stärken und Schwächen der Zierenberger zu erhalten. Als Informanten nutzt der Lichtenfelser Trainer seine Freunde Carsten Laun und Kristian Willeke (Trainer der SG Vasbeck/Adorf). Dass „uns keine Übermannschaft erwartet“, weiß Lopez-Röhle auch ohne sie. Und er weiß auch, dass seine Mannschaft „da ist, wenn es darauf ankommt“.

Im Unterschied zu seinem Zierenberger Kollegen baut Lopez-Röhle keinen Druck auf. Wenn die SG den Aufstieg nicht schaffe, sei das kein Problem, wiederholt er und betont: „Im Moment überwiegt auf jeden Fall die Vorfreude auf spannende Spiele.“ Kollege Falko Möller ist ganz anders gestrickt. „Eine gute Partie zum Auftakt der Relegation interessiert mich nicht“, entgegnet er, „wir brauchen den Erfolg.“ (rn)

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