Wechsel und Prognosen · Zwei Bad Wildunger zum TTC Kellerwald

Mit 157 Mannschaften in die Tischtennis-Saison

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Einer der beiden ehemaligen Spieler des VfL Bad Wildungen, die jetzt für den TTC Kellerwald an die Tische gehen: Waldemar Hoyer.Archivfoto: malafo

Korbach/Frankenberg - Noch gut eine Woche bis zum offiziellen Start der neuen Saison im Tischtennis. Erstmals seit ewigen Zeiten schlägt wieder ein Hessenligist aus dem heimischen Kreis auf.

Insgesamt 157 Waldeck-Frankenberger Mannschaften bereiten sich auf die Runde vor. Ganz oben: die Damen des SV Rennerthausen. Sie verfolgen das klare Ziel Klassenerhalt. Das Team um Mannschaftsführerin Melanie Landau braucht sich in der Hessenliga nicht zu verstecken, es scheint ausgeglichen wie nie besetzt zu sein. Beim Aufsteiger heuerte bekanntlich Ute Ernst an. Sie hat vor längerer Zeit bereits Verbandsliga gespielt und ging in den vergangenen Jahren mit den Herren des TSV Geismar an die Tische in der Kreisliga.

Der Herausforderung Hessenliga wollte sich Ute Ernst noch einmal stellen. Sie spielt an Nummer zwei (hinter Landau), und es wird interessant sein zu beobachten, wie sie sich in Spielen gegen das eigene Geschlecht schlägt, das im Vergleich zu den Männern doch ganz anders agiert. Nina Klaus-Materna steht jetzt an Nummer drei, Jessica Engelbach spielt nach dem Abschied von Carina Dohms an Position vier.

Zeit zum Eingewöhnen hat der SVR genug: Nach dem ersten Saisonspiel am 27. September beim KSV Auedamm II in Kassel haben die Neulinge einen ganzen Monat Pause.

In der Bezirksoberliga der Herren hält nach dem Rückzug des TSV Wetterburg/Massenhausen der TTC Ederbergland die Fahnen hoch. Für Bernd Himmel ist Manfred Heß wieder in die erste Mannschaft aufgerückt, Carsten Dohms wurde im hinteren Drittel gemeldet. Christian Marschik bildet mit Dennis Riedl das Spitzenpaarkreuz, Tobias Oehlmann und Matthias Friedrich komplettieren das Aufgebot, das auch in dieser Saison den Klassenerhalt schaffen sollte.

Auch in der Bezirksoberliga der Damen ist mit dem TSV Wetterburg nur ein heimisches Team vertreten. In beinahe derselben Aufstellung wie in der vergangenen Saison werden die Waldeckerinnen den Klassenerhalt ins Visier nehmen. Einzige Änderung: Erstmals ist nicht Regina Meier die Nummer eins, sondern Saadia Kniwel. Wie im Vorjahr vervollständigen Michaela Marek-Oehl und Petra Ullrich das Stammquartett. Die Jugendliche Darlyn Apel hofft ebenfalls auf einige Einsätze.

Mit Abdo und Hoyer

In der Bezirksliga der Herren wollen zwei Mannschaften aus dem Heimatkreis ganz vorne mitmischen. Beim TTV Korbach kehrt Peter Debus als Nummer eins in die erste Mannschaft zurück, er bildet mit Hendrik Osterhold das Spitzenpaarkreuz. Thomas Rein und Michael Wichmann bilden ein ausgeglichenes mittleres Drittel, ähnlich solide aufgestellt sind die Korbacher im hinteren Drittel mit Andreas Boltner und Thorsten Stein.

Es wird darauf ankommen, wie oft die Kreisstädter in Bestbesetzung antreten können. Mit der Stammsechs werden sie um den Titel mitspielen. Der TTC Kellerwald will ebenfalls ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitsprechen. Die Mannschaft hat sich mit Alexander Abdo und Waldemar Hoyer entscheidend verstärkt; beide kamen von der „Ersten“ des VfL Bad Wildungen, deren Aus schon am Ende der vergangenen Runde feststand.

Eher Außenseiter sind der TSV Ernsthausen und der TSV Frankenberg. Beide Teams sind aus der Bezirksklasse aufgestiegen und gehen im Vergleich zum Vorjahr unverändert ins Rennen. Wie schwer es ist, die Klasse zu halten, zeigt das Beispiel des TSV Gemünden, der die Bezirksliga sang- und klanglos nach einem Jahr wieder verlassen musste.

Vier Waldeck-Frankenberger Teams gehen in der Bezirksliga der Damen an die Tische: SV Reddighausen, SV Rennertehausen II, TSV Lengefeld und TSV Frankenberg. Am stärksten einzuschätzen ist die Hessenliga-Reserve aus Rennertehausen. Auch das ebenfalls unveränderte Lengefelder Quartett hat in der Form der vergangenen Rückrunde Aussichten auf einen Platz im ersten Drittel der Tabelle.

Mindestens für den Klassenerhalt ist auch Reddighausen gut, wenn es keine Ausfälle bei den Stammkräften gibt. Aufsteiger Frankenberg will die Aufstiegseuphorie nutzen und ebenfalls die Klasse halten.(pcz)

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