Laura Vasilescu und Jana Pollmer überragen beim Bad Wildunger 29:28 (16:16) in Koblenz

Manuela Brütsch hält den Sieg fest

- Koblenz (ht/jh). Die HSG hat mit einem Erfolg bei den Vulkan-Ladies bereits den zweiten Auswärtssieg und wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren.

Den Sieg sicherte dabei in der Schlusssekunde Torfrau Brütsch, als sie gegen die frei am Kreis auftauchende VL-Rechtsaußen Kelly Vollebregt glänzend parierte. Am Ende war der Erfolg der Vipers somit glücklich. Unverdient war er aber nicht, denn die HSG lag über weite Teile der Partie vorn und machte es im Grunde genommen am Ende unnötig spannend. „Wir haben noch viele gute Chancen im Gegenstoß und bei anderen freien Bällen vergeben. Sonst wäre es nicht noch einmal so spannend geworden. Wie die Mannschaft nach der schwierigen Phase in den letzten zehn Minuten am Ende noch kühlen Kopf bewahrt hat, freut mich. Wir haben uns in der letzten Auszeit gesagt, egal was kommt, wir kriegen kein Ausgleichstor mehr, selbst wenn wir eine Rote Karte hätten in Kauf nehmen müssen“, sagte die sichtlich erleichterte Tessa Bremmer.Die Niederländerin hatte gegen die nervlich sichtlich angeschlagenen Gastgeberinnen die richtigen Mittel gefunden. „Wir wollten das Spiel in die Breite ziehen, um über die Halbpositionen erfolgreich zu sein. Das hat gut geklappt“, sagte die HSG-Trainerin.

Starke rechte Angriffsseite

Vor allem die rechte Vipers-Seite machte es den Vulkan-Ladies schwer. Die wendige Jana Pollmer im rechten Rückraum tanzte die unbewegliche VfL-Deckung ein ums andere Mal aus, nachdem sie für die blasse Nadja Bolze eingewechselt worden war, deren Rolle am Kreis Petra Nagy übernahm. „Jana war überragend. Sie verdient ein Sonderlob. Sie hat auch fast alle Siebenmeter rausgeholt“, sagte Bremmer. Auch Rechtsaußen Annika Busch glitt in der Anfangsphase durch die VL-Abwehr wie das oft zitierte heiße Messer durch die Butter. In der schwachen Erstligapartie produzierte aber nicht nur Koblenz, sondern auch die HSG zu viele technische Fehler, um sich entscheidend absetzen zu können, so dass es zur Halbzeit 16:16 stand. „Wir haben in der Pause nochmals über die Schwächen unseres Gegners auf halb gesprochen. Außerdem habe ich Laura Vasilescu ermutigt, sich noch mehr zuzutrauen und häufiger zu werfen“, verriet Bemmer, die dabei eine Szene im Kopf hatte, in der Vasilescu vor der Pause völlig frei lieber abgespielt hatte. Ihre Worte erzielten besonders bei der rumänische Halblinken Vasilescu Wirkung, so dass der Gast auf 24:19 davonzog (43.). Am Ende markierte die 29-Jährige bei ihrem Ex-Verein gar sieben der letzten acht Tore der HSG, darunter auch den Siegtreffer 57 Sekunden vor Schluss. „Sie hat den Freiraum genutzt, den wir dadurch bekamen, dass mein Trainerkollege Sarah van Gulik in eine kurze Deckung hat nehmen lassen“, freute sich Bremmer. Für deren Team wurde es aber trotzdem noch eng, weil die HSG etwas ins Trudeln geriet, als die Koblenzer ihre nicht funktionierende 6:0-Formation aufgaben und mit einer 5:1-Deckung einige Vipers-Angriffe zunichte machten. Aus dem 20:25 (47.) machten due Gastgeberinnen ein 27:27 (57.). Angefeuert von 550 Zuschauern, witterten die Vulkan-Ladies nun ihre Chance und profitierten von technischen Fehlern der Gäste, bei denen die dritte Torfrau Vanessa Maier zeitgleich für Drittligist Fritzlar in Osterode (27:21) spielte. Doch Vasilescu behielt in kritischen Phasen die Nerven, erkannte, wann sie unzureichend von ihren Gegenspielerinnen attackiert wurde, und platzierte zwei Sprungwürfe zum 28:27 und 29:28 ins kurze Eck des VL-Gehäuses. Als Barthel dann für seine Torfrau Branka Zec eine siebte Feldspielerin brachte, gelang es den Gastgeberinnen doch noch, Vollebregt in Szene zu setzen. Doch Brütschs Parade, „sie hat am Ende ihre Klasse gezeigt“, so Bremmer, sorgte dann für kollektiven Freudentaumel bei den Vipers.„Das waren Big Points gegen einen direkten Konkurrenten, die uns sehr gut tun. Wir hatten zwar am Ende etwas Glück, aber wir waren sicher auch den Tick besser, den das Ergebnis wiedergibt“, sagte Bremmer.

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