Bobsport: Interview mit dem Weltcup-Debütanten aus Wirmighausen

Jan Martin Speer: Etwas ganz Besonderes

- Wirmighausen (mn). Platz sieben in Park City, Rang vier in Lake Placid: Jan-Martin Speer kann mit seinem Debüt im Viererbob-Weltcup sehr zufrieden sein. Der 23 Jahre alte Wirmighäuser saß jeweils im großen Schlitten von Karl Angerer (Königssee) auf der Position vier – als einer der jüngsten Bremser, die der deutsche Cheftrainer Christoph Langen mit auf die fünfwöchige Nordamerika-Tour mitgenommen hatte."Es war etwas ganz Besonderes", resümiert Speer den Einsatz in Übersee im WLZ-FZ-Interview.

Verrückt machen lassen hat sich Speer nicht. "Man hat sich vorbereitet, man kann das, man ruft seine Leistung einfach ab", erzählt er fast cool. Der Debütant aus dem Diemeleer Ortsteil Wirmighauen bekam seine Chance am dritten Weltcup-Wochenende in Park City, als sich ein Anschieber aus der Crew von Karl Angerer (Königssee) verletzt hatte. Auch zum Abschluss saß Speer im große Schlitten von Angerer, obwohl er eigentlich mit seinem Teampiloten Manuel Machata (Potsdam) fahren sollte. "Das ist kein Problem, man startet ja für Deutschland", sagt Speer.

Überhaupt berichtet der 23-Jährige über großen Zusammenhalt im deustchen Sport mit seinen drei Bobs: "Wir waren im Prinzip wie eine große Familie. Das sind alles super Kerle, auch der Trainerstab", sagt er.Den Alltag rundum die Rennen beschreibt er als anstrengend, mitunter endete der Tag erst um Mitternacht - begonnen hatte er mit dem Aufstehen um 6 Uhr früh.Die Bobfahrer müssen sich nicht nur um die eigene Fitness kümmern, sondern auch um ihre Schlitten.

Dass vor allem die Piloten im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen, das sei halt so, sagt Speer."Aber wir konzentrieren uns aufs Team. Derjenige, der fährt, hat ja auch die meiste Verantwortung."

Speer hat in Nordamerika auf vier Olympia-Bahnen trainiert, Whistler, Calgary, Park City, Lake Placid - und sie als sehr unterschiedlich erlebt. Vor allem die extrem schnelle Bahn in Whistler sowie der Eiskanal in Lake Placid flößten ihm Respekt ein. "Man weiß, was passieren kann, Angst darf man aber nicht haben." Das Sturzrisiko fährt immer mit. "Wenn so eine Situation kommt, gibt es nur eins: die Schulter weg vom Eis", erzählt er. Gelingt das nicht, können hässliche Verbrennungen die Folge sein.

Zu schaffen gemacht haben Jan-Martin Speer Probleme mit den Adduktoren. Deshalb kann er sich nach Absprache mit den Trainern zu Beginn des neuen Jahres ein wenig schonen und die Verletzung versuchen auszukurieren - obwohl ein internes Anschieben für die Junioren-WM Anfang Februar in Park City angesetzt ist. Auf die Frage, ob er seinen Startplatz bei der WM sicher habe, sagte Speer: "So habe ich das rausgehört."

Das ganze Interview lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der WLZ-FZ.

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