Kreistag der Leichtathleten zieht positive Bilanz - Goldcup soll gerechter werden

Mehr alte und ganz junge Leichtathleten 

+
Die geehrten Sportler des Kreisleichtathletiktages in Altwildungen. Vorsitzender Dieter Schröder (ganz rechts) gehörte zu den Gratulanten.

Bad Wildungen. Die sportlichen Leistungen stimmen, die Zuwächse an Sportlern weitgehend auch - Grundlagen für einen harmonischen Waldecker Kreis-Leichtathletik-Tag in Altwildungen.

Ein Europameistertitel im Siebenkampf, 12 Goldmedaillen bei deutschen Meisterschafen, 25 Hessenmeistertitel, 41 Siege bei den Nordhessenmeisterschaften sowie zahlreiche Platzierungen auf dem Treppchen bei überregionalen Wettbewerben – eine beeindruckende sportliche Erfolgsbilanz. 

Sie war nicht die einzige gute Nachricht, die Dieter Schröder zur Eröffnung des Kreisleichtathletiktages in Altwildungen parat hatte. Auch die Leichtathletikfamilie in Waldeck wächst entgegen der allgemeinen Entwicklung, verkündete Schröder im Vereinsheim des TV Friedrichstein. 

Der Tagungsort trug dem Jubiläum von 60 Jahren Leichtathletik im TVF Rechnung. 

40- bis 60-Jährige wandern ab

Beim Grußwort erinnerte sich Bad Wildungens Bürgermeister Volker Zimmermann gern an eigene Zeiten als Leichtathlet an Ort und Stelle und die gute Gemeinschaft, die er im TV Friedrichstein erfahren habe. 

Beim Aufschlüsseln des Zuwachses von 2306 auf 2351 Leichtathleten stellten sich die Altersklassen bis 14 Jahre (+30) und 60+ (+17) als die großen Bringer heraus. Große Verluste gab es dagegen bei den 15 bis 18-Jährigen (-15) und zwischen 40 und 60 (-33). Hauptziel ist daher, die jungen Athleten während der mit höheren schulischen Anforderungen und Prüfungen belasteten Phase bei der Stange zu halten. 

Der Trend zum Familiensport führt ebenfalls zu mehr Aktiven. Die können neuerdings auch in den Ferien in die Hallen. Darauf wies noch einmal Uwe Steuber als Leiter des Sportkreises Waldeck-Frankenberg hin. Dank einer gezielten Bedarfsplanung würden im Kreis auch in Zukunft Sportanlagen auf höherem Niveau als bisher entstehen. 

Auch für die 28 neu entstandenen Projekte für Sport an Schulen machte Steuber Werbung. Interessierte Vereine könnten sich bei Theo Schätte und dem Fachdienst Sport bewerben. Im Sommer gebe es auch wieder ein Sportcamp in Harbshausen. 

Bald Lücke bei Kampfrichtern 

Mit 44 Kampfrichtern sei die Leichtathletik im Kreis noch vergleichsweise komfortabel aufgestellt, allerdings seien nur zehn davon unter 40 wies Kampfrichter- und Lehrwart Karl-Heinz Pschera auf eine sich abzeichnende Lücke hin. In diesem Zusammenhang verwies er auf den Grundlehrgang am 14./15. April und die Fortbildung am 17. April.

Mehr Gerechtigkeit bei Goldcup

Ein Thema, das einigen Club-Verantwortlichen Sorge bereitet, wurde in Altwildungen angegangen. Vereine, die nur noch Kinderleichtathletik anbieten, sammeln mit vielen kleineren Leistungen bei Kreismeisterschaften eifrig Punkte für den die Saison begleitenden Sparkassen-Goldcup. Dagegen können andere Athleten nicht punkten, weil sie überregional auf Wettkämpfen aktiv sind und damit zum Stellenwert der Waldecker Leichtathletik beitragen. 

Insbesondere die inzwischen abgeschaffte Ehrung von Kindern mit einem einzigen Punkt in Willingen war Erika Keller ein Dorn im Auge. Da auch die Vereine von Tatjana Schilling und Co. bislang beim Goldcup leer ausgehen, brachte der TV Friedrichstein einen Antrag ein, der für mehr Leistungsgerechtigkeit sorgen soll. Der Vorstand reagierte auf die Gerechtigkeitslücke: Sportwart Udo Leithäuser arbeitet für die Saison 2018 ein neues Punktesystem aus, das überregionalen Erfolgen in der Leichtathletik Rechnung tragen wird. 

Der Probelauf des neuen leistungsgerechteren Modus für 2018 wurde einstimmig beschlossen.

Der Kreisleichtathletiktag 2019 findet in Bergheim statt. (ahi)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare