Endspiel Waldecker Pokal

Nur ein Meister kann Saison toppen

- Korbach/Giflitz (ni). Die Trainer sprechen von Sache rund machen, schönes Beibrot oder das I-Tüpfelchen. Oder einfach Waldecker Pokalfinale. Die SG Rhoden/Schmillinghausen und die SG Massenhausen/Gembeck stehen sich Pfingstmontag in Giflitz gegenüber. Meister gegen Meister.

„Ich freue mich auf einen schönen Nachmittag,“ sagt Oliver Hintschich, Spielertrainer des Kreisoberliga-Meisters SG Rhoden/Schmillinghausen. „Das Pokalfinale ist immer noch etwas ganz besonderes“, entgegnet Thomas Salokat. Der Trainer des A-Liga-Champions SG Massenhausen/Gembeck erinnert sich dabei auch an 2004, als er als Coach des VfR Volkmarsen in Lelbach gegen die SG Edertal mit 0:3 verlor. Noch frischer sind die Finale-Erinnerungen von Hintschich – und mindestens genauso bitter. Im vergangenen Jahr gab es gegen Gastgeber TuS Bad Arolsen ein 1:2 nach Verlängerung und in Unterzahl: „Das hat schon geschmerzt.“ Die Revanche gegen den Rivalen glückte mit dem 2:0 in der Zwischenrunde – und im Richard-Beekmann-Stadion gelang jüngst auch mit 5:0 das Meisterstück. „Und jetzt haben wir den Ehrgeiz, die Sache richtig rund zu machen“, so Hintschich. Seit dem verlorenen Endspiel am 1. Juni 2009 ist die SG ungeschlagen, entsprechend souverän wurde der KOL-Titel eingefahren. In den letzten acht Meisterschaftsauftritten gab es keinen Gegentreffer und im Pokal ist die Serie erst in der fünften Partie, beim 5:1 am Mittwoch gegen die FSG Ittertal/Marienhagen, gerissen. Hintschich: „Aber das war ja drei Meter Abseits.“ So oder so, „die Favoritenrolle werden wir deshalb nicht von uns schieben“. Die Rollenverteilung sieht Salokat genauso. „Das hat was von David gegen Goliath“, sieht er seine Elf, auch seit September 2009 ohne Pflichtspielniederlage, freilich nicht chancenlos. Vom Gegner hat er sich bei dessen Halbfinalsieg in Mengeringhausen gemacht. „Die Rhodener Dominanz war, wie in der ganzen KOL-Saison, sehr groß“, habe Ittertal/Marienhagen nur in der ersten Viertelstunde Paroli bieten können. Seine Hoffnung liegt auch darin, dass beide Seiten ihre Saisonziel Aufstieg in der Tasche haben und befreit und losgelöst aufspielen können. „Das wird bestimmt ein interessantes Spiel“, meint Salokat – auch weil er zwei Systeme aufeinanderprallen sieht. Auf der einen Seite die SG Rhoden/Schmillinghausen, die viel mit langen Bällen auf die schnellen und agilen Spitzen Friele, Nowitzki und Pusch operiere. Seine Elf bevorzuge das schnelle Kurzpassspiel, Ballstaffeten mit hohem Tempo. Auch Hintschich hat sich von den Vorzügen des Finalgegners schon zweimal selbst überzeugt. Gleich zum Saisonauftakt der in der A-Liga ein 8:1-Ausrufezeichen gegen die-Reserve, die selbst noch die KOL-Relegation vor Augen hat. Im Rückspiel vor zwei Wochen war es beim 2:0 deutlich knapper – aber es war das Meisterstück. „Die werden genug Selbstvertrauen haben“, erwartet der 34-jährige Coach deshalb auch keinen Spaziergang. Er hat für das Unternehmen Double alle Mann an Bord.Etwas improvisieren muss dagegen Salokat. Stammkeeper Daniel Roschanski ist im Urlaub, für ihn rückt Matthias Wilhelmi zwischen die Pfosten. „Der kann das immer noch, nur wenn man eingespielt ist, dann ist das doch eine andere Sache.“ Ausfallen werden Moritz Meier (Bänderdehnung im Knöchel) und Daniel Rosa, der nach seinem Außenbandanriss im Knie nicht rechtzeitig fit wird.

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