Mitgliederversammlung am Freitag in Korbach

Tenniskreis: Team Emde will bleiben

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Große Nachfrage in der Halle, lichte Felder im Freien: Die Kreismeisterschaften der Jugend gaben im vergangenen Jahr ein gegensätzliches Bild ab. 

Korbach. Seit knapp sechs Jahren führt Karl-Friedrich Emde als Vorsitzender den Tenniskreis Waldeck-Frankenberg an.

Bei der Mitgliederversammlung an diesem Freitag im Korbacher Tenniscenter kandiert der 62 Jahre alte Sachsenhäuser erneut für das Spitzenamt – und mit ihm sein gesamtes Vorstandsteam.

„Alle haben im Vorfeld gesagt, dass sie weitermachen wollen“, berichtete Emde und fügte scherzhaft hinzu; „Ich rechne nicht mit einer Palastrevolte.“ Für zwei Jahre werden der fünfköpfige Vorstand und der ihn unterstützende Jugendausschuss gewählt.

In seinem Jahresbericht spricht Emde von Licht und Schatten. Er verweist auf weiter „leicht rückläufige“ Mitglieder- und Mannschaftsmeldezahlen; letzteres betraf vor allem die Senioren. Geschrumpft ist der Kreisverband auch, weil der TV Niederwerbe und der TC Bromskirchen ausgetreten sind. Zumindest im Waldecker Ortsteil ist Tennis deshalb nicht tot, Laut Emde will der SV Werbetal das Angebot fortführen.

Steuerfachmann referiert

Emde begrüßt, dass der TSC Korbach, abgestimmt mit der Stadt als Eigentümerin, die Tennishalle am Westring weiter betreibt. „Damit bleibt dem Tenniskreis ein zentraler Anlaufpunkt für den Tennissport im Winterhalbjahr vorerst erhalten. Diese Arbeit wie auch die der Hallenbetreiber in Frankenau wollen wir nach Kräften unterstützen.“

Der Vorstand sehe seine Aufgabe weiter darin, Dienstleister für seine Mitgliederclubs zu sein, betont Emde. Die Tat folgt dem Wort: Am Freitag wird Steuerberater Steffen Werner (Allendorf), der sich auf die Beratung gemeinnütziger Vereine spezialisiert hat, referieren. Gemeinnützigkeit, Ehrenamtspauschale, Übungsleiterfreibetrag oder rechtssichere Trainerbeschäftigung seien Stichworte, die für die Arbeit der Vereine wichtig seien, und oft Fragen aufwerfen würden, so Emde. Diese Fragen können bei der Versammlung (Beginn 19 Uhr) behandelt werden.

Als Ausdruck aktiver Jugendarbeit „leider nur einzelner Verein“ wertet Kreisjugendwart André Dämmer das Interesse am Kreiskadertraining mit aktuell 49 Kindern. Sie werden von den Kadertrainern Martin Kares und Dirk Orthwein, Nachfolger von Jürgen Best,im Winterhalbjahr in den Hallen Korbach und Frankenau trainiert.

Unglücklicher Termin?

Ein gegensätzliches Bild zeichnet Dämmer von den Kreismeisterschaften der Jugend, die jeweils bezirksoffen ausgeschrieben waren. In der Halle sorgten 93 Jugendliche für ein Rekord-Teilnehmerfeld, im Freien zum Ende der Sommersaison gingen Anfang September nur 40 auf die Plätze. „Gegebenenfalls werden wir prüfen müssen, ob der späte Termin doch nicht so glücklich ist wie erwartet“, schreibt Karl-Friedrich Emde.

Dünn war das Interesse der heimischen Clubs an den Titelkämpfen des Bezirks, wie Dämmer feststellt, sie meldeten nur zwei Kinder. Positiv wertet er die Teilnahme von 20 Nachwuchsteams an der Medenrunde und von zehn Mannschaften an der Winterhallenrunde. Die Premiere des Friends-Cup für die Altersklasse U 10 bewertet er als erfolgreich, das Angebot soll nach Möglichkeit in diesem Jahr fortgeführt werden. (mn)

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