Gruppenliga Kassel

SG Münden/Goddelsheim schockt Melsungen mit 4:1, TSV Sachsenhausen schlägt Mengsberg 1:0

- Goddelsheim/Sachsenhausen (py/ahi). Fünfter Saisonsieg im 17. Spiel, aber was für einer: Aufsteiger SG Münden/Goddelsheim hat den Melsunger FV, Tabellenvierter der Gruppenliga Kassel mit 4:1 abgeschossen. Der TSV Sachsenhausen verabschiedet sich mit einem 1:0-Sieg über den TSV Mengsberg bereits in die Winterpause.

Münden/Goddelsheim – Melsungen 4:1 (1:1)

„Wir haben alles richtig gemacht.“ Der Stoßseufzer von SG-Obmann Karl-Reinhard Grosche spricht Bände. Während anderswo reihenweise die Spiele ausfielen, verlegten er und die Seinen die Partie kurzfristig von dem unter Wasser stehenden Platz in Münden nach Goddelsheim. Diese Entscheidung zahlte sich gegen den favorisierten Melsunger FV mit dem 4:1 (1:1)-Erfolg in Form von drei Punkten aus. „Der Platz war doch super“, befand Spielertrainer Miguel Lopez-Röhle – auch die Spieler hatten sich für den Ortswechsel starkgemacht. Gegen den Verbandsliga-Absteiger zeigte Münden/Goddelsheim eins seiner besten Saisonspiele und gewann hochverdient. „Endlich haben wir unsere Chancen wenigstens teilweise genutzt“, freute sich Lopez-Röhle.

Dabei hatte die Partie wenig verheißungsvoll für die Gastgeber begonnen. Schiedsrichter Ekinci sorgte mit zwei hoch umstrittenen Entscheidungen, die zu jeweils zum Freistoß für die Gäste führten, für helle Aufregung. „Ich habe beide Male eindeutig den Ball gespielt“, schimpfte Lopez Röhle. Zuerst hatten die Lichtenfelser noch Glück, dass Heinemann die Hereingabe von Leck an den Pfosten setzte (4.). Den zweiten Freistoß aber zirkelte Leck von der Strafraumkante aus zum 0:1 unhaltbar für Torhüter Manuel Mitze ins kurze Eck (12.). Immerhin ließ der Ausgleich nur sieben Minuten auf sich warten. Nach Querpass von Florian Mitze traf Tayfun Tekin zu seinem achten Saisontreffer. War die erste Halbzeit schon ansehnlich, so steigerten sich die Gastgeber nach dem Wechsel. Das lag auch daran, dass die „Bartenwetzer“ mit einem „Dreier“ die Heimreise antreten wollten und in der Abwehr von einer Vierer- auf eine Dreierkette umstellten. Das passte der SG in den Kram, die nun ihre schnellen Konter aufziehen konnte. as erste Mal Erfolg hatte sie nach 54 Minuten. Tayfun Tekin versetzte auf der linken Seite Brückner und Florian Mitze verwertete seinen mustergültigen Rückpass zum 2:1. 20 Minuten später schickte Kapitän Marco Vesper den Torschützen von eben auf die Reise, doch Brückner hinderte Mitze frei vor Keeper Beetz regelwidrig am Einschuss. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kisjuhas zum 3:1. Kisjuhas bugsierte den Ball in der 83. Minute dann erneut über die Linie, als er nach Vorarbeit von Tekin einschob. Doch wollte einer der Assistenten eine Abseitsposition des Schützen gesehen haben. In der Nachspielzeit hatte er aber nichts gegen den vierten SG-Treffer. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Vesper legte Kreis mit dem Kopf auf Stracke ab und der hatte nur noch Schlussmann Beetz vor sich.

Sachsenhausen – Mengsberg 1:0 (0:0)

Mit einem Glückstor hat Gregor Mainusch dem TSV Sachsenhausen einen versöhnlichen Jahresabschluss beschert. Dank seines vom Wind begünstigen Treffers gewann die Mannschaft von Trainer Lothar Treyse ihr letztes Gruppenliga-Spiel vor der Winterpause mit 1:0 (0:0) gegen den TSV Mengsberg. „Heute haben wir das Glück des Tüchtigen gehabt. Die Mannschaft hat sich gegenüber den vorherigen Spielen deutlich gesteigert“, sagte Treyse erleichtert. Einziges Haar in der Suppe: Leider habe sie nur mit einem Tor Unterschied gewonnen. Die Begegnung bleibt trotzdem nicht nur in guter Erinnerung. Die Mengsberger reisten zornig ab, nachdem in der Nachspielzeit bei ihrem letzten Angriff der Sachsenhäuser Martin Riehl im Mittelfeld Dirk Hainmüller offenbar umgestoßen hatte, ohne dass ein Ball in der Nähe war. Ein Mengsberger Zuschauer lief daraufhin wütend auf den Platz, konnte jedoch gestoppt werden, bevor Schlimmeres passierte. In Rage brachte die Gäste, dass Schiedsrichter von Rüden (Volkmarsen) nicht einmal eine Gelbe Karte zeigte.Spielerisch hatten im ersten Abschnitt beide Mannschaften nicht viel geboten. Der Strafraum geriet zur Tabuzone, jedenfalls waren Torchancen selten.

Bei der ersten guten Gelegenheit im zweiten Durchgang scheiterte Sobieraj an Achim Gleim, der Mengsberger Trainer hütete das Tor (49.). Nach einigen Gästemöglichkeiten hatte Sachsenhausen die richtige Antwort parat. In der 79. Minute schickte Mainusch von links einen hohen Ball in den Strafraum, der vom starken Wind Richtung Tor getrieben wurde – und im langen Eck zu Boden ging. Zufallsprodukt? Glückstreffer ? Wie auch immer, der TSV hatte den Sieg. „Vor zwei Wochen war die Mannschaft noch tot, aber jetzt ist wieder Leben drin“, frohlockte Trainer Treyse und schickte einen Gruß an die Konkurrenz: „Nach der Winterpause werden wir richtig angreifen.“

Ausführliche Berichte in unserer Print-Ausgabe am Montag.

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