Weltcup-Auftakt in Slowenien: Ältere Schwester die bessere

Nadine Horchler: Bis zum 19. Schuss auf Kurs

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Die bessere im „Sister Act“: Nadine Horchler verfehlte nur die vorletzte Scheibe und verpasste damit beim Weltcup-Auftakt in Pokljuka einen Platz unter den besten Zehn. 

Pokljuka. Auftakt nach Maß? Sieht anders aus. Daber teils waren es nur Nuancen, die die Horchler-Schwestern beim Biathlon-Weltcup in Slowenien am Donnerstagnachmittag von einer sehr ordentlichen Leistung trennten.

Die Plätze 23 und 37 fielen aber noch in die Kategorie „okay“.

Wie schon beim Saisonfinale im Frühjahr liefen Nadine und Karolin Horchler auch beim Weltcup-Auftakt in Pokljuka gemeinsam in der „ersten Liga“. Zufriedener war nach dem Einzel über 20 Kilometer auf matschigem Schnee und bei guten Schießbedingungen die ältere Schwester der Ottlarer Familie.

Nadine Horchler war auf Kurs Richtung Top ten, als sie zum vierten Mal den Schießstand betrat. Mit Startnummer 74 war klar: Wenn sie wie bei den drei ersten Schießeinlagen die Null stehen hat, ist sie beste Deutsche. Doch wie zuvor schon Franziska Preuß, die in Führung liegend den allerletzten Schuss verfehlte, schlich sich auch bei Horchler dieser eine vermaledeite Fehler ein, beim 19. Schuss. Die auf der langen Strecke übliche Strafminute spülte die 32-Jährige etwas weiter nach hinten. 

Am Ende lag sie als 23. einen Rang hinter Franziska Hildebrandt und um 1:40 Minuten hinter der Ukrainerin Yulia Dzhima, die in 43:06 Minuten ihren ersten Weltcup-Sieg verbuchte, vor den überraschend starken Monika Hojnisz (Polen, +5,9 Sekunden/1 Fehler) und Marketa Davidova (Tschechien, +16,5/1).

Während es bei den Männern deutlich besser lief (Johannes Kühn Zweiter, Simon Schempp Fünfter), war bei den Frauen Franziska Preuß als Zehnte die beste Deutsche und musste erfahren, dass ein Schießfehler gestern schon nicht mehr für einen einstelligen Platz reichte.

Zwei Fehler produzierte Karolin Horchler, die sich sicher mehr als den 37. Platz erhofft hatte. Der erste Schuss beim ersten und der letzte beim zweiten Stehendschießen gingen daneben für die 28-Jährige; obwohl sie sich im Anschlag sehr viel Zeit gelassen hatte. Ausgezahlt hatte sich dies nicht. Fast drei Minuten betrug am Ende ihr Rückstand auf Dzhima, selbst Denise Hermann mit vier Schießfehlern war noch deutlich vor Horchler.

Am morgigen Samstag haben die Horchlers ihren zweiten Weltcup-Auftritt. Ab 14.15 Uhr (live in der ARD) gehen sie in der Verfolgung an den Start.

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