Biathlon-DM: Nadine Horchler überzeugt läuferisch · Platz zwei zum Abschluss

Im Nebel den Durchblick behalten

Oberhof/Willingen - Der berühmt-berüchtigte Oberhofer Nebel hat das Programm der Biathlon-DM durcheinander gewirbelt. Das hielt Nadine Horchler nicht davon ab, im vom Massenstart zum Sprint gewandelten letzten Wettbewerb erneut Platz zwei zu belegen.

Weil sich gestern Vormittag die dicke Suppe hartnäckig hielt, wurde beim Rennen der Frauen improvisiert und in der Schießhalle geschossen. Da es dort nur eine begrenzte Anzahl von Ständen gibt, war ein Massenstart nicht möglich. „Das war aber eine gute Alternative“, sagte Nadine Horchler, „so war es wenigstens Biathlon.“ Zum dritten Mal Meisterin durfte sich die Gewinnerin Franziska Hildebrand (22:06,2/1; WSV Clausthal-Zellerfeld) freilich nicht nennen, denn der DM-Titel im Sprint war bereits in Altenberg vergeben und von Nadine Horchler geholt worden. Diesmal lag die 28-Jährige vom SC Willingen 32,0 Sekunden hinter ihrer Konkurrentin aus dem Harz. „Es war ein Fehler zu viel, um noch um den Sieg mitkämpfen zu können“, kommentierte sie die zwei Strafrunden. Zufrieden war sie aber mit ihrer läuferischen Vorstellung auch im letzten der insgesamt sechs kräftezehrenden Rennen. Dritte wurde Franziska Preuß (SC Haag) mit 23:43,5/1. Karolin Horchler wurde mit 1:34,0 Minuten Rückstand Achte, sie ließ im Stehendanschlag zwei Scheiben schwarz. „Mir ging es nicht so gut, ich war doch sehr kaputt“, freute sich die 25-jährige Ottlarerin auf eine Woche Urlaub. Ihre Schwester Nadine ist gestern noch zurück nach Mittenwald gefahren. „Da werden wir dann eine der in Altenberg geschenkten Weinflaschen öffnen“, wurde in ihrer Wahlheimat auf die guten Leistungen angestoßen. Die hatte die Upländerin auch beim – wegen des Nebels – am Samstag als Speziallanglauf gestarteten Staffelrennen gezeigt und war als Startläuferin mit Franziska Hildebrand und der Schweizerin Elisa Gasparin praktisch zeitgleich (15:21) ins Ziel gelaufen. Für Karolin, die mit Hildebrand und Carolin Leunig (Niedersachsen) gewonnen hatte, war mit 16:34 die 14. Zeit gestoppt worden.Nun wird wieder bis November trainiert, dann stehen in Skandinavien die entscheidenden Qualifikationsrennen für das Weltcup-Team an.

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