Erst Vortrag, dann Forum des Sportkreises zum Thema Vereinskooperation

Neue Modelle der Vereinsführung

Sportkreischef Uwe Steuber (Mitte) zwischen den Vereinsvertretern – von links: Rolf Wende (Vorsitzender) vom SV Netze, Timo Maurer (Vorsitzender) und  Petra Henkel (stellvertretende Jugendwartin) vom SV Allendorf, Ulla Sassor (Schriftführerin) vom TSV Dodenau, Jasmin Schreiner (Sportwartin) und Jens Schreiner (stellv. Vorsitzender) vom TC Hatzfeld.
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Sportkreischef Uwe Steuber (Mitte) zwischen den Vereinsvertretern – von links: Rolf Wende (Vorsitzender) vom SV Netze, Timo Maurer (Vorsitzender) und Petra Henkel (stellvertretende Jugendwartin) vom SV Allendorf, Ulla Sassor (Schriftführerin) vom TSV Dodenau, Jasmin Schreiner (Sportwartin) und Jens Schreiner (stellv. Vorsitzender) vom TC Hatzfeld.

Korbach - Sollten Vereine ihre Kräfte bündeln? Sind Kooperationen eine Antwort auf leere Stühle im Vorstand? Sind Modelle denkbar, dass mehrere Clubs eine Teilzeitkraft finanzieren? Diese Fragen treiben aktuell den Sportkreis Waldeck-Frankenberg um.

Der Vorstand nimmt das Thema gleich doppelt auf die Tagesordnung. Am Freitag, 7. November (19 Uhr), wird Professor Ronald Wadsack von der Ostfalia-Hochschule Salzgitter über denkbare Formen und Modelle von Zusammenarbeit oder Fusionen von Sportvereinen im Korbacher Bürgerhaus sprechen. Darauf aufbauend solle sich im kommenden Jahr ein sportpolitisches Sportkreis-Forum ebenfalls mit diesem Schwerpunkt befassen, sagte der Sportkreis-Vorsitzende Uwe Steuber bei der Übergabe von Bewilligungsbescheiden in Korbach.

Steuber brachte das Stichwort von der Teil-Hauptamtlichkeit ins Gespräch: Eine Teilzeitkraft erledigt spezialisierte Aufgaben für mehrere Vereine - zum Beispiel in einem Ort. Oder die Kommunen stellen Mitarbeiter als eine Art Anlaufstelle für Vereinsvorstände bereit.

„Ich glaube, das ist ein Thema, das im ländlichen Raum interessiert“, sagte Steuber. Er hat es schwarz auf weiß. Andre Gutmann, Angestellter der Stadt Lichtenfels, der Steuber als Bürgermeister vorsteht, hatte im Rahmen der Abschlussarbeit seines dualen Studiums Vereinsvorstände zu Problemen und Wünschen befragt. Ein Tenor der Antworten, laut Steuber: „Wir schaffen das alles nicht mehr an der Basis.“

Zukunftskonzept 2020

Auch die Vertreter der geladenen Vereine äußerten sich in dieser Richtung. Die Vorstände seien mitunter allein auf weiter Flur und häufig genug doppelt und dreifach engagiert. „Ehrenamtliche, die in einem Verein tätig sind, sieht man auch in anderen immer wieder“, hieß es. Eine teilweise Entlohnung wurde als als denkbarer Ansatz gesehen. Jens Schreiner, zweiter Vorsitzender des TC Hatzfeld, machte den Vorschlag, der Sportkreis möge die gesetzeskonforme Ausgestaltung der Ehrenamtspauschale als Thema anbieten.

Steuber sagte, dass auch der Sportkreis-Vorstand selbst Unterstützung brauche, da im kommenden Jahr Mitglieder ausscheiden wollten. „Es ist schwer, jemanden zu finden, der sich engagiert“, sagte er. Der Vorsitzende kündigte zudem die Entwicklung eines Sportkreis-Konzepts 2020 an, das beim Sportkreistag 2015 in Fürstenberg vorgestellt werden soll.

Bewilligungsbescheide des Landessportbunds hatte Steuber für fünf Vereine in der Tasche. Die höchste Summe ging mit 6000 Euro an den WSC Twistesee für den Kauf von Hindernissen. Weitere Zuschüsse erhalten: SV Netze (5170 Euro/Sanierung Schießanlage), SV Allendorf/Eder (900 Euro/transportable Schießanlage), TSV Dodenau (3576 Euro/Flutlichtanlage), TC Hatzfeld (2189 Euro/Beachball-Anlage). (mn)

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